Pulheim - Tim Toupet (54) wirft hin! Nach 22 Jahren will der Ballermann-Star nicht mehr im "ZDF-Fernsehgarten" auftreten. Seine Abrechnung mit der Sendung fällt deutlich aus.
"Ich sehe keinen Mehrwert in dieser Sendung. Der Aufwand steht zum Ertrag in keinem Verhältnis", wetterte der Sänger im Gespräch mit "t-online". Das Format sei "als Hobby zu sehen". Laut Toupet liege die Gage lediglich "dreistellig vor Steuer".
Seit seinem Durchbruch mit "Du hast die Haare schön" (2005) zählte der Musiker aus Pulheim bei Köln, der mit bürgerlichem Namen Tim Bibelhausen heißt, zu den immer wieder gern geladenen Gästen von Moderatorin Andrea "Kiwi" Kiewel (61).
Nahezu jedes Jahr war der 54-Jährige seitdem mindestens einmal im "Fernsehgarten" zu sehen gewesen - jetzt zieht er die ökonomische Reißleine. Wie Toupet preisgab, müssten Künstler oft schon am Samstag zu den Proben anreisen.
Der eigentliche Auftritt am Sonntagmittag dauere dann in der Regel aber nur wenige Minuten. Sein Malle-Kollege Ikke Hüftgold (49) hatte die Gagen für einen Auftritt in der ZDF-Kultshow zu einem früheren Zeitpunkt schon einmal mit 750 Euro beziffert.
Tim Toupet hat Auftritte im "ZDF-Fernsehgarten" nicht mehr nötig
Allerdings waren es nicht nur wirtschaftliche Gründe, die Tim zu einer "Fernsehgarten"-Flucht trieben. Auch private Aspekte hätten bei seiner Entscheidung eine tragende Rolle gespielt.
Der "So ein schöner Tag"-Interpret möchte die Anzahl seiner Bühnen-Performances pro Jahr bewusst herunterschrauben, um in Zukunft mehr Zeit mit seiner Familie verbringen zu können. Aus finanzieller Sicht habe er Auftritt wie im "Fernsehgarten" ohnehin nicht mehr nötig.
"Ich habe mein Leben sehr finanziell diszipliniert gelebt, sodass ich seit Jahren nur noch Dinge mache, die mir Spaß machen", stellte der gelernte Friseur klar. Er habe früh in Immobilien investiert und dadurch regelmäßig Mieteinnahmen generiert.
TV-Shows spielen für ihn keine große Rolle mehr, wie der Musiker weiter betonte. Die Zeiten, in denen Fernsehen relevant für den Fortschritt einer Karriere ist, seien für ihn lange vorbei. Roberto Blanco hatte dem "Fernsehgarten" wegen mieser Bezahlung bereits 2013 den Rücken gekehrt.