Kurt Krömer legt nach: "Ich finde die AfD komplett scheiße"

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Berlin - Zuletzt machte Kurt Krömer (51) klar, dass er auf seiner Lesetour keine AfD-Wähler im Publikum haben will. Ein AfD-Politiker erstattete Strafanzeige - nun hat Krömer nachgelegt.

Komiker Kurt Krömer (51) macht aus seiner Abneigung gegenüber der AfD keinen Hehl.
Komiker Kurt Krömer (51) macht aus seiner Abneigung gegenüber der AfD keinen Hehl.  © Henning Kaiser/dpa

"Ich hab' jetzt richtig Scheiße gebaut, ich muss mich entschuldigen", begann Krömer seinen Instagram-Beitrag. Weiter hieß es: "Um Gottes willen, ich distanziere mich von meinem gestrigen Post komplett."

Schnell wird jedoch deutlich, dass er seine grundsätzliche Haltung zur Partei keineswegs revidiert. "Es bleibt bitte alles so, wie es ist. Ich finde die AfD komplett als Gesamtkunstwerk betrachtet scheiße. Bitte nicht kommen", stellte der Berliner klar.

Zuletzt hatte Dennis Hohloch (37), AfD-Landtagsabgeordneter in Brandenburg, Krömer wegen dessen Entscheidung, keine AfD-Wähler auf seiner Tour begrüßen zu wollen, Volksverhetzung und Beleidigung vorgeworfen und sogar Anzeige erstattet.

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Zuvor hatte Kurt Krömer in einem Video erklärt, dass es ihm nicht darum gehe, Wahlergebnisse zu beeinflussen. In seiner Kritik gehe es ihm darum, dass die AfD vom Verfassungsschutz in Teilen als gesichert rechtsextrem eingestuft werde.

Kurt Krömer will keine AfD-Wähler auf seiner Lesetour

AfD-Politiker Dennis Hohloch (37) erstattete Anzeige gegen Kurt Krömer.
AfD-Politiker Dennis Hohloch (37) erstattete Anzeige gegen Kurt Krömer.  © Jens Kalaene/dpa

"Da hab' ich was dagegen, das finde ich scheiße", erklärte der 51-Jährige. Zugleich forderte er die Partei auf, sich von Rechtsextremen zu trennen und sich als konservative Kraft neu aufzustellen. Als Beispiel nannte er die CDU der 1980er-Jahre.

Der Hintergrund der vermeintlichen Entschuldigung: Seine Aussagen könnten bei AfD-Anhängern, die sich selbst nicht als rechtsextrem betrachten, den Eindruck erweckt haben, er wolle sie doch bei seinen Veranstaltungen sehen.

An dieser Stelle wird Krömer noch einmal deutlich: "Ich entschuldige mich bei allen Beteiligten. Bleibt mir bitte fern, ja? Danke."

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In den Bundesländern Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg gilt die AfD als gesichert rechtsextrem. Auf Bundesebene wird die Partei als Verdachtsfall eingestuft.

Titelfoto: Henning Kaiser/dpa

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