Mala Emde rechnet mit Vorurteilen gegenüber Menschen mit Behinderungen ab: "Sind völliger Quatsch!"

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Berlin - Mala Emde (29) ist im neuen Kinofilm "Das gewisse Etwas" (Seit 3. September im Kino) als Betreuerin für Menschen mit Behinderungen zu sehen. Im Gespräch mit TAG24 findet sie beim Thema Inklusion deutliche Worte.

Mala Emde (29) habe durch "Das gewisse Etwas" gelernt, welche Bereicherung Menschen mit Behinderungen für die Gesellschaft sind.
Mala Emde (29) habe durch "Das gewisse Etwas" gelernt, welche Bereicherung Menschen mit Behinderungen für die Gesellschaft sind.  © Sven Hoppe/dpa

Mala schlüpft in die Rolle der Betreuerin Polly, die eine inklusive Reisegruppe begleitet. Polly begegnet ihren Mitmenschen mit viel Empathie und ist fest davon überzeugt, dass in jedem Menschen etwas Gutes steckt – eine Haltung, die auch der Schauspielerin wichtig ist.

Der Film wolle dabei keinesfalls den erhobenen Zeigefinger schwingen. Vielmehr gehe es darum, das Publikum in ein "Sommermärchen" zu entführen und dabei ganz nebenbei eigene Vorurteile zu hinterfragen.

"Ich bin viel zu wenig in Kontakt mit inklusiven Räumen gekommen in meinem Leben", gesteht die 29-Jährige. Der Film sei für sie deshalb auch eine Einladung gewesen, zu entdecken, "was das für eine Bereicherung für eine Gesellschaft sein kann".

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Ihre Botschaft: Vorurteile loswerden, Unterschiede zulassen – und vor allem gemeinsam Spaß haben. Besonders beeindruckt zeigte sich die Schauspielerin von ihren Kolleginnen und Kollegen mit Behinderung. "Das sind einfach sehr, sehr kluge Künstler", sagt sie.

Auch Humor spielt für die "Charité"-Bekanntheit eine wichtige Rolle. Entscheidend sei allerdings, dass nicht auf Kosten der Menschen mit Behinderung gelacht werde. Für Mala könne man durch Humor auch die eigenen Vorurteile erkennen: "Mein Gott, bin ich ein Depp, was für Vorurteile hatte ich denn eigentlich?"

Zudem stellt sie klar: "Vorurteile und Berührungsängste gibt es, sind aber völliger Quatsch."

Bei einem Thema wird Mala Emde ernst

Mala Emde (29) nimmt beim Thema Inklusion kein Blatt vor den Mund.
Mala Emde (29) nimmt beim Thema Inklusion kein Blatt vor den Mund.  © Sven Hoppe/dpa

Für Mala gehe es vielmehr darum, was finanzielle Einschnitte für Betroffene im echten Leben bedeuten.

Als Beispiel nennt sie ihre Kollegin Linn Bade, die auf Assistenz angewiesen ist. Würden entsprechende Gelder gestrichen, könne das für sie bedeuten, dass sie vielleicht nicht mehr in ihrer eigenen Wohnung leben könnte. Auch der Schulbesuch könne durch den Wegfall eines Fahrdienstes gefährdet sein.

"Es geht hier um keine theoretischen Zahlen, sondern um Menschen und ganze Familien, die so isoliert werden", betont die 29-Jährige.

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Ihre Haltung ist dabei unmissverständlich: "Ich bin eine absolute Verfechterin des Sozialstaats: Statt am schwächsten Glied zu sparen, müssen wir einander tragen und größer machen."

Trotz der ernsten Themen soll "Das gewisse Etwas" vor allem eines machen: gute Laune. Emde wünscht sich, dass die Zuschauer mit "einem vollen Herz" aus dem Kino gehen und danach "so richtig Lust aufs Leben" haben.

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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