Was Journalistin über mögliche AfD-Regierung vorhersagt, macht Markus Lanz stutzig: "Das glauben Sie?"

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Hamburg - In seiner Sendung vom Mittwochabend richtete Markus Lanz (57) den vollen Fokus auf die bevorstehende Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Dafür hatte er unter anderem die Journalistin Ulrike Herrmann (62) zu Gast. Sie äußerte mit Blick auf die AfD eine düstere Vorhersage.

Im Gespräch mit Markus Lanz (57) warnte "taz"-Redakteurin Ulrike Herrmann (62) vor einer möglichen AfD-Regierung.
Im Gespräch mit Markus Lanz (57) warnte "taz"-Redakteurin Ulrike Herrmann (62) vor einer möglichen AfD-Regierung.  © ZDF/Markus Hertrich

So ist die "taz"-Redakteurin davon überzeugt, dass "garantiert das Chaos ausbricht", sofern die Partei etwa in dem Ost-Bundesland an die Macht komme.

Genau diese Prognose machte Lanz stutzig: "Das glauben Sie?", hakte er nach, woraufhin Herrmann ihre Aussage bekräftigte: "Ja, weil man das bei der FPÖ in Österreich auch gesehen hat. Die war ja nun schon dreimal an der Macht und jedes Mal großes Chaos in immer unterschiedlichen Varianten."

Die 62-Jährige beklagt: "Langfristig schadet das der FPÖ gar nicht, sondern dann ist Chaos und dann werden sie wieder gewählt irgendwann." Eine solche Entwicklung befürchte sie auch bei einer möglichen AfD-Regierung.

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Der ebenfalls anwesende Axel-Springer-Global-Reporter Marc Felix Serrao (48) wollte diese Ausführungen nicht unkommentiert lassen: "Würden Sie sagen, dass Österreich noch eine Demokratie ist?", fragte er Herrmann, die dies bejahte, woraufhin der Journalist ergänzte: "Also würde auch Deutschland eine AfD-Regierung überstehen. Ich habe ein großes Vertrauen in diese Demokratie, in ihre Institutionen und auch in die Klugheit der Wähler."

Axel-Springer-Journalist Marc Felix Serrao (48) konterte den Ausführungen.
Axel-Springer-Journalist Marc Felix Serrao (48) konterte den Ausführungen.  © ZDF/Markus Hertrich

Journalistin Ulrike Herrmann zur Überläufer-Gefahr: "Habe gehört, dass CDU genau mit diesem Szenario rechnet"

Herrmann rechnet mit Überläufern von der CDU zur AfD, sofern die Christdemokraten eine Minderheitsregierung mit den Linken anstreben.
Herrmann rechnet mit Überläufern von der CDU zur AfD, sofern die Christdemokraten eine Minderheitsregierung mit den Linken anstreben.  © ZDF/Markus Hertrich

Im Verlauf der Sendung erklärte Ulrike Herrmann auch ihren Verdacht, wie die AfD in Sachsen-Anhalt die Entscheidungsmacht erringen möchte. "Herr Siegmund weiß doch, dass er gar nicht die absolute Mehrheit an Stimmen oder Sitzen braucht, um am Ende doch eine absolute Mehrheit zu haben."

Ihren Berechnungen zufolge bräuchte die Partei dafür nur drei Überläufer aus der CDU, sofern die Umfragen stimmen. "Ich kann hier keine Namen nennen, aber aus der Bundestagsfraktion habe ich gehört, dass die CDU genau mit diesem Szenario rechnet [...]."

Die Journalistin mutmaßt, dass es solche Überläufer spätestens dann geben würde, wenn die CDU mit den Linken über eine Minderheitsregierung verhandeln würde.

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Die komplette, rund 76-minütige Folge mit allen Aussagen und Standpunkten kann in der ZDF-Mediathek auf Abruf angesehen werden.

Titelfoto: ZDF/Markus Hertrich

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