Hamburg - Die gewalttätigen Ausschreitungen bei den Gen-Z-Protesten in deutschen Städten sorgten am Dienstagabend in der Sendung von Markus Lanz (57) für Diskussionsstoff. Der Moderator konfrontierte die anwesende Linken-Chefin Ines Schwerdtner (37) mit einem Video, das sie vor den Demos veröffentlicht hatte.
Darin erklärte die Bundestagsabgeordnete, dass Migranten und Linksextreme von der Presse für die Proteste verantwortlich gemacht würden. "Ich kann Euch sagen, dass ich mich schützend vor Euch stelle, wenn ihr angegriffen werdet – egal, ob von der Polizei oder von den Medien. Darauf könnt Ihr Euch verlassen", betonte Schwerdtner.
Es sind Worte, die Markus Lanz fassungslos machen: "Da sitzt eine deutsche Spitzenpolitikerin und warnt vor der eigenen Polizei, vor dem eigenen Staat", rekapitulierte er. Die Äußerung insinuiere, dass die deutsche Polizei Demonstranten angreife, musste der Moderator feststellen.
Schwerdtner rechtfertigte sich damit, dass Bilder von Demos zeigen würden, wie Einsatzkräfte "überdrehen". Als Jugendliche habe sie "oft genug" Angst vor rabiaten Hundertschaften der Polizei gehabt. "Das gehört doch zur Realität auch in Deutschland dazu."
Darauf Lanz noch immer empört: "Ich habe da wirklich ein kognitives Problem." Schwerdtner "als Vertreterin dieses Staates" beschreibe die deutsche Polizei als Beamte, vor denen Demonstranten beschützt werden müssten. "Das ist der fatale Eindruck, der hängenbleibt", so der Gastgeber.
Kriminalbeamter beklagt riesengroßes Problem mit Polizei bei den Linken
Der ebenfalls anwesende SPD-Mann und Kriminalhauptkommissar Sebastian Fiedler (53) schaltete sich ein und warf der Linken-Chefin vor: "Sie haben ein riesengroßes Problem mit unseren Sicherheitsbehörden und mit dieser Polizei."
In den 90er-Jahren seien auf ihn bei einem Einsatz ohne besondere Schutzausrüstung mal Pflastersteine geworfen worden. "Es täte auch Ihrer Partei ganz gut zu Gesicht, wenn sie sich diese Perspektive öfter mal anhören würde", so Fiedler in Richtung der Linken-Politikerin.
Er stellte zur Arbeit der Polizei klar: "Die schützen uns alle. Die schützen Ihre Demonstrationen, die schützen die der Nazis. Die schützen alle, die hier das Demonstrationsrecht wahrnehmen."
Die komplette, rund 75-minütige Folge mit allen Aussagen und Standpunkten kann in der ZDF-Mediathek auf Abruf angesehen werden.