Enges Verhältnis zur Familie: Formel-1-Moderator Florian König äußert sich zu Michael Schumacher
Köln - Moderator Florian König (59) begleitete die Karriere von Michael Schumacher (57) über viele Jahre. Ob er mehr über dessen Gesundheitszustand weiß? Unklar. Doch selbst wenn, würde er es nicht sagen - aus Loyalität.
"Die Familie Schumacher hat früh klargemacht, dass keine weiteren Informationen nach draußen kommen sollen. Diesen Wunsch, vor allem von Corinna (57), habe ich immer respektiert. Und das tue ich auch heute noch", betont König im Bild-Podcast "Phrasenmäher".
Aus diesem Grund frage er auch weder bei Michaels Sohn Mick (27) noch bei Bruder Ralf (51) oder sonst jemandem nach, wie es dem siebenfachen Formel-1-Weltmeister seit seinem verhängnisvollen Ski-Unfall gehe.
Neuigkeiten, die ihm auf anderem Wege zugetragen werden, würde er ebenfalls unter keinen Umständen weitergeben, wie er betonte. "Selbst wenn ich etwas erfahre, behalte ich es für mich. Dafür ist mir die Beziehung zur Familie Schumacher und zu Michael viel zu wichtig."
Dass die Leute nach einem Update gieren, kann König total nachvollziehen. "Weil sie ihn lieben, weil er zu ihrem Leben gehört. Über Jahrzehnte lief jedes zweite Wochenende die Formel 1, die italienische und die deutsche Hymne, weil Schumi wieder gewonnen hat."
Florian König mit deutlicher Botschaft: "Damit müssen wir alle klarkommen!"
Für den "Doppelpass"-Gastgeber steht jedoch ganz klar fest: "Darüber entscheidet nicht nur das Interesse der Menschen, sondern eine Familie. Menschen, die davon ganz unmittelbar persönlich betroffen sind."
Und diese hätte ihre Entscheidung nun einmal so gefällt. "Und ich finde das völlig okay", so der 59-Jährige. Ergänzend schob er dann noch hinterher: "Damit müssen wir alle klarkommen."
Eine Anekdote aus Schumis Karriere ist König besonders im Gedächtnis geblieben. Bei Testfahrten in Estoril (Portugal) stand dessen Wechsel zu Ferrari bevor. Wegen des noch laufenden Vertrags mit Benetton durfte er zunächst nicht im roten Rennanzug auftreten.
Erst einige Tage später war es dann so weit. König war damals gemeinsam mit einem kleinen Team und Michael in einem Bus, als der Deutsche erstmals den Ferrari-Overall anzog. "Da waren nur unser Kameramann Olli, der Kameraassistent, ich und Michael in diesem Bus."
Titelfoto: Bildmontage: Diego Azubel/epa/dpa, Christian Charisius/dpa

