Persönlich und offen wie nie: Was Managerin Sabine Kehm jetzt über "Schumi" preisgibt

Köln - Als langjährige Managerin kennt sie Michael Schumacher (57) so gut wie sonst wohl nur seine eigene Familie. Anlässlich einer neuen Doku spricht Sabine Kehm (61) jetzt offen wie nie über ihren Schützling.

Sabine Kehm (61) ist bereits seit mehreren Jahrzehnten als Managerin von Michael Schumacher (57) tätig.  © Federico Basile/Ipa Sport/IPA via ZUMA Press/dpa

Am 2. Oktober startet weltweit die neue Netflix-Produktion "Schumacher '94 – Die Geburt einer Legende". Im Mittelpunkt steht das dramatische Jahr seines ersten WM-Titels in der Formel 1. Damals änderte sich das Leben des heute 57-Jährigen für immer.

"Der Junge aus Kerpen wurde plötzlich ein internationaler Superstar", erinnert sich Kehm im RTL-Interview zurück. Damit ging fortan auch ein gewaltiges Medieninteresse einher. Für Schumacher eine riesige Herausforderung. "Er musste erst lernen, damit umzugehen."

Je größer Ruhm und Rummel im Motorsport wurden, desto wichtiger sei Michael sein privater Bereich geworden, so die 61-Jährige weiter. Sie erklärt dazu: "Er brauchte diesen Rückzugsort, um seine Batterien aufzuladen und die Kraft für seinen Sport zu behalten."

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Damals wie heute immer an seiner Seite: Ehefrau Corinna (57). Die Blondine begleitete den Aufstieg ihres Mannes von Beginn an hautnah mit. Aber auch sie habe sich erst an dieses neue Leben im Fokus der Presse und Öffentlichkeit gewöhnen müssen.

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Seine ersten beiden von insgesamt sieben WM-Titeln in der Formel 1 gewann der Kerpener für den Rennstall Benetton.  © Harry Melchert/dpa

Als Kehm über die Beziehung der beiden spricht, wird sie ungewohnt persönlich. "Michael und Corinna sind ein grandioses Paar, das ist eine Liebe fürs Leben", hebt sie hervor. Sie seien als Paar gemeinsam an den Herausforderungen der "neuen Welt" gewachsen.

In diese wurden später auch Tochter Gina-Maria (29) und Sohn Mick (27) hineingeboren. "Beide Kinder haben den Film schon gesehen", gibt Schumis Managerin im Gespräch mit dem Kölner Privatsender preis.

Das Feedback fiel ausschließlich positiv aus. Für die inzwischen erwachsenen Sprösslinge sei es etwas Besonderes, "in diese Vergangenheit einzutauchen, in der sie beide noch nicht auf der Welt waren".

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Seine Bodenhaftung habe Michael trotz des Erfolgs aber nie verloren, wie Kehm klarstellt. Besonders deutlich zeigte sich ihr das nach dem Wechsel zu Ferrari. Der frischgebackene Doppelweltmeister fand zwar das Projekt toll, der Mythos dahinter sei ihm jedoch nicht so recht bewusst gewesen.

"Vielleicht war es eine Liebe auf den zweiten Blick", sinniert die 61-Jährige. "Michael hat sich nie von diesem Team abgesetzt. Er wollte immer einer von ihnen sein." Und genau das gelang. Zum Abschied schenkten ihm die Mechaniker ein großes Bild mit der Aufschrift: "Du bist einer von uns".

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