Nach heftigem Rechtsstreit: Blake Lively fordert Mega-Summe an Anwaltskosten
USA - Nach dem Erfolg vor Gericht im Streit mit Justin Baldoni (42) fordert US-Schauspielerin Blake Lively (38) nun die volle Erstattung ihrer Anwalts- und Prozesskosten - eine ziemlich stolze Summe.
In einem am Montag eingereichten Antrag verlangt die 38-Jährige insgesamt 8.035.040,88 US-Dollar, wie People berichtet.
Davon entfallen 7,5 Millionen auf Anwaltskosten und rund 539.500 US-Dollar auf Gerichts- und Verfahrenskosten. Nach Angaben ihrer Anwälte seien diese Ausgaben notwendig gewesen, um die Verleumdungsklage von Baldoni erfolgreich abzuwehren.
Als Begründung für die außergewöhnlich hohe Summe verwiesen Livelys Anwälte auf den enormen Umfang des Verfahrens. Neben der intensiven medialen Berichterstattung habe das Beweisverfahren etwa Tausende Dokumente von Lively umfasst.
Grundlage des Antrags ist eine Entscheidung von Bundesrichter Lewis J. Liman vom 12. Juni. Darin stellte das Gericht fest, dass Lively nach dem kalifornischen Zivilgesetzbuch Anspruch auf die Erstattung ihrer Anwalts- und Prozesskosten hat, da sie als obsiegende Beklagte gilt.
Die US-Gesetzgebung schützt zudem Personen, die nach der Meldung sexueller Belästigung mit Verleumdungsklagen konfrontiert werden. Livelys Forderungen nach dreifachem Schadensersatz und Strafschadensersatz wies das Gericht jedoch zurück.
Baldoni soll Lively sexuell belästigt haben
Der Rechtsstreit zwischen den beiden Stars geht auf Dreharbeiten zum Film "It Ends With Us" zurück. Lively hatte Baldoni, der sowohl Regie führte als auch eine Hauptrolle spielte, sexuelle Belästigung sowie ein feindliches Arbeitsumfeld vorgeworfen.
Zudem behauptete sie, Baldoni und sein Team hätten anschließend eine gezielte Kampagne gestartet, um ihren Ruf zu schädigen. Baldoni wies die Vorwürfe entschieden zurück und verklagte Lively wegen Verleumdung. Diese Klage wurde jedoch im Juni von einem Bundesrichter abgewiesen, wodurch Lively nun die Erstattung ihrer Anwalts- und Prozesskosten beantragt hat.
Justin Baldoni und Wayfarer Studios haben nun bis zum 13. Juli Zeit, auf den Kostenantrag zu reagieren. Erst danach entscheidet das Gericht, ob Lively den vollständigen Betrag erhält oder die Forderung ganz oder teilweise gekürzt wird.
Während Livelys Anwälte die Entscheidung als "vollständigen Sieg" und "umfassende Rechtfertigung" für ihre Mandantin bezeichneten, betonte Baldonis Anwalt, dass das Gericht lediglich eine begrenzte Erstattung von Anwaltskosten für einen einzelnen Anspruch zugesprochen habe.
Titelfoto: Seth Wenig/AP/dpa, TIMOTHY A.CLARY / AFP

