Neue, rätselhafte Krimirolle für Ex-Polizeiruf-Star: "Ist sozusagen ein Schlüssel zum Fall"

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Leipzig - Schauspieler Peter Schneider (51) ist aus der deutschen Film- und Fernsehlandschaft nicht mehr wegzudenken. Zur Primetime am Samstagabend ist er im neuen ZDF-Krimi "Frankfurt Mord - Ein neues Leben" zu sehen. TAG24 hat ihn vorab in Leipzig getroffen.

Im neuen Krimi "Frankfurt Mord" muss sich Sarah Frankfurter (Marie-Lou Sellem, 60) erst mal damit anfreunden, dass ihr One-Night-Stand jetzt auch ihr neuer Kollege ist.
Im neuen Krimi "Frankfurt Mord" muss sich Sarah Frankfurter (Marie-Lou Sellem, 60) erst mal damit anfreunden, dass ihr One-Night-Stand jetzt auch ihr neuer Kollege ist.  © ZDF/Daniel Dornhöfer

Der Film handelt von Kommissarin Sarah Frankfurter (gespielt von Marie-Lou Sellem, 60), die mit einem neuen Kollegen den Mord an einer Juristin aufklären muss, die sich für die Lockerung des Embryonenschutzgesetzes eingesetzt hat. Pikantes Detail: Der neue Kollege, gespielt von "Olivia"-Star Johannes Hegemann (30), entpuppt sich als Sarahs One-Night-Stand von letzter Nacht.

Peter Schneider ist in der rätselhaften Rolle des Holger Manthey zu sehen. Mehr möchte der Leipziger im Gespräch mit TAG24 aber noch nicht über die Handlung verraten, nur so viel: "Manthey ist sozusagen eine Form von Schlüssel in dem Fall."

Ob er etwas mit dem Verbrechen zu tun hat oder nicht, bleibt also noch ein Geheimnis - zumindest für die TV-Zuschauer, die bis zur Ausstrahlung am Samstagabend um 20.15 Uhr im ZDF warten. Der Film ist bereits jetzt vorab als Stream in der Mediathek verfügbar.

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Der 51-Jährige bringt jede Menge Krimi-Erfahrung mit, war zuletzt in der neuen Folge des Harz-Krimis "Harter Brocken" und in seiner Hauptrolle als Kriminalkommissar Michael Lehmann im Hallenser "Polizeiruf 110" zu sehen.

Doch bei der beliebten Sonntagabend-Krimireihe war nach drei Episoden überraschend Schluss. Das Ende und vor allem wie es vom MDR kommuniziert wurde, hatten Schneider und sein "Polizeiruf"-Kollege Peter Kurth (69) damals öffentlich kritisiert.

Eine Schlüsselrolle in dem Krimi übernimmt Peter Schneider (51).
Eine Schlüsselrolle in dem Krimi übernimmt Peter Schneider (51).  © ZDF/Daniel Dornhöfer
Zuletzt war er in "Harter Brocken" zu sehen: Seine Rolle Uwe versuchte, zufällig gefundenes Kokain zu verkaufen, und geriet dadurch nur noch tiefer in den Schlamassel.
Zuletzt war er in "Harter Brocken" zu sehen: Seine Rolle Uwe versuchte, zufällig gefundenes Kokain zu verkaufen, und geriet dadurch nur noch tiefer in den Schlamassel.  © ARD Degeto Film/Odeon Fiction GmbH/Kai Schulz

Peter Schneider hätte "Polizeiruf"-Rolle abgelehnt, wenn frühes Ende bekannt gewesen wäre

2021 waren er und Peter Kurth (69) erstmals als "Polizeiruf 110"-Kommissare in Halle zu sehen. 2026 lief die letzte von drei Folgen.
2021 waren er und Peter Kurth (69) erstmals als "Polizeiruf 110"-Kommissare in Halle zu sehen. 2026 lief die letzte von drei Folgen.  © MDR/filmpool fiction/Felix Abraham

Hätte sich Peter Schneider gegen die Rolle entschieden, wenn er gewusst hätte, dass sie nicht von Dauer ist? "Ja, dann hätte ich es nicht gemacht", antwortet er im TAG24-Interview ehrlich.

"Ich habe mir damit letzten Endes vielleicht etwas verbaut. Ich weiß nicht, ob ich jemals wieder Polizeiruf- oder Tatort-Kommissar werden könnte, weil ich es schon mal war. Manchmal ist das so: Entscheidet man sich für eine solche Reihe, entscheidet man sich automatisch gegen bestimmte weitere Möglichkeiten, leider."

Mit dem Sender habe es mittlerweile eine Aussprache gegeben, sagt er heute. Trotzdem war es "ein besonderes Projekt, und ich finde es nach wie vor sehr schade, dass es nicht weitergeht."

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Für Produktionen im fiktionalen Bereich, die in Mitteldeutschland spielen, sieht es aktuell ohnehin nicht gut aus. Auch der Dresdner "Tatort" und der Magdeburger "Polizeiruf" wurden aus finanziellen Gründen vorübergehend abgesägt. "Das hat natürlich zur Folge, dass ostdeutsche Perspektiven nicht mehr von Menschen erzählt werden, die hier leben."

Beim "Polizeiruf" stammte das ganze Team aus dem mitteldeutschen Raum. Fallen die Premiumformate am Sonntagabend weg, haben die Menschen weniger Arbeit. "Die gehen halt auch irgendwann von hier weg", sorgt sich Schneider. "Das ist echt gefährlich."

Das ganze Team der Reihe stammt aus dem Osten und wollte Geschichten von genau dort erzählen.
Das ganze Team der Reihe stammt aus dem Osten und wollte Geschichten von genau dort erzählen.  © Felix Abraham/MDR/dpa
Peter Schneider sorgt sich, dass Filmemacher den Osten verlassen könnten, nachdem die großen Sonntagabend-Filme ausgesetzt wurden.
Peter Schneider sorgt sich, dass Filmemacher den Osten verlassen könnten, nachdem die großen Sonntagabend-Filme ausgesetzt wurden.  © PR/Wolfgang Eschenhagen

Peter Scheiter mit Rio-Reiser-Programm auf Tour

Er selbst hat nicht vor, seine Heimat zu verlassen. "Ich liebe Leipzig und möchte gar nicht woanders leben." Doch auch hier sieht er eine große Gefahr darin, dass immer mehr Gelder im kulturellen Bereich gekürzt werden. "Ganz viel Lebensqualität ist mit der Kultur entstanden. Wenn irgendwann kein Geld mehr dafür da ist, verliert eine Stadt so ganz schnell an Charme und Lebensqualität."

Aktuell ist Peter Schneider mit seinem Programm "Rio Reiser: Der Traum ist aus aber..." auf Tour durch die Theater Deutschlands. "Ich wollte gern wieder ein bisschen Kontakt zu meinem Publikum und live auf der Bühne stehen - das habe ich mir damit erfüllt."

Nächster Stopp ist am Samstagnachmittag in Bad Lauchstädt in Sachsen-Anhalt, danach Ende November in Magdeburg. Auch fürs neue Jahr sind bereits einige Termine geplant, Tickets für die Vorstellungen bekommt Ihr hier.

Titelfoto: ZDF/Daniel Dornhöfer

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