Schluss nach nur drei Fällen: TV-Ermittler in Lebensgefahr

Halle (Saale) - Nach nur drei Folgen ist Schluss: Am Sonntag läuft der letzte "Polizeiruf 110" aus Halle mit dem Ermittler-Duo Koitzsch und Lehmann. In "Der Wanderer zieht von dannen" schließt sich mehr oder weniger der Kreis.

Henry Koitzsch (l.) und Michael Lehmann stehen nach dem Fund der Leiche zunächst vor einem Rätsel.
Henry Koitzsch (l.) und Michael Lehmann stehen nach dem Fund der Leiche zunächst vor einem Rätsel.  © MDR/Felix Abraham

Denn im dritten und letzten Fall der Kommissare Henry Koitzsch (Peter Kurth, 68) und Michael Lehmann (Peter Schneider, 51) führt eine Spur zurück zur ersten gemeinsamen Episode "An der Saale hellem Strande" aus dem Jahr 2021.

Zunächst ermitteln sie im Fall einer alten Frau, die unter mysteriösen Umständen in der Badewanne ums Leben kam. Zwar gerät der Hausmeister des Hauses, in dem sie wohnte, unter Verdacht.

Als die Ermittler schließlich eine Ahnung überkommt, dass ein Serienmörder am Werk sein könnte, befindet sich plötzlich einer von ihnen in großer Gefahr.

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Die Dreharbeiten zu dem neuen Fall liefen im vergangenen Juni und Juli hauptsächlich in Halle, aber auch teilweise in Leipzig. Der Arbeitstitel lautete anfangs "Der Schlüsselmacher".

Wie schon in den vorangegangenen beiden Folgen arbeiteten Regisseur Thomas Stuber (44) und Autor Clemens Meyer (48) zusammen. Von vornherein war der Hallenser Polizeiruf nur als Trilogie angelegt.

Der Hausmeister gerät zunächst in ihr Visier.
Der Hausmeister gerät zunächst in ihr Visier.  © MDR/Felix Abraham

"Polizeiruf 110"-Darsteller würden gern weitermachen

Das Team hat zum vorerst letzten Mal gemeinsam ermittelt.
Das Team hat zum vorerst letzten Mal gemeinsam ermittelt.  © MDR/filmpool fiction/Felix Abraham

Dabei würden beide Schauspieler eigentlich gern weitermachen, wie sie kürzlich im Interview mit HÖRZU verrieten. Er habe es im vergangenen Jahr aus der Presse erfahren, dass nach drei Episoden Schluss ist, so Schneider.

"Ich war überrascht, weil ich ursprünglich für eine Reihe angefragt worden war. Eine Reihe heißt ja nicht automatisch, dass man nur eine Trilogie macht", sagte er.

Seiner Meinung nach sollten Geschichten über den Osten auch von Menschen erzählt werden, die im Osten sozialisiert wurden. "Und da sind wir ein super Beispiel - das ganze Team kommt von hier und hat eine andere Sicht auf die Menschen, die hier leben."

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"Von der Kommunikation her lag da einiges im Argen", ergänzte Kurth. "Ich hatte noch in Erinnerung, dass es hieß: Nach drei oder vier Fällen reden wir noch mal darüber. Aber dieses Gespräch fand einfach gar nicht statt."

Schade, dabei waren die ersten beiden Episoden sehr erfolgreich, erreichten Top-Quoten. Ein Grund mehr, dass man sich auf "Der Wanderer zieht von dannen" am kommenden Sonntag um 20.15 Uhr im Ersten freuen kann.

Titelfoto: MDR/Felix Abraham

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