Von Jonas-Erik Schmidt
Köln - Komiker Ralf Schmitz (51, "Schillerstraße") glaubt an die Olympia-Fähigkeiten des Rheinlands - vor allem wegen der emotionalen Bereitschaft.
"Ich glaube fest daran, dass die Menschen im Rheinland Olympia stemmen können - wir machen das vielleicht nicht perfekt mit der Verkehrstechnik, aber definitiv mit dem Herzen", sagte der gebürtige Leverkusener der Deutschen Presse-Agentur in Köln. "Und genau das ist doch das Entscheidende beim Sport, dass das Herz mitspielt."
Nordrhein-Westfalen will die Olympischen und Paralympischen Spiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044 ausrichten.
Bei Bürgerentscheiden in mehreren Kommunen unterstützte jüngst eine Mehrheit eine Kandidatur der Region "KölnRheinRuhr".
Das Rheinland spielt bei den Plänen eine wichtige Rolle. Köln etwa soll als "Leading City" unter anderem ein temporäres Leichtathletikstadion und das Athletendorf beherbergen.
Manche Kritiker halten die Pläne aber für illusorisch. Es gebe viele andere Probleme in der Region, die zunächst zu lösen seien, argumentieren sie.
Schmitz: "Verstopft ist hier sowieso ja alles"
Schmitz bleibt aber gelassen. "Natürlich gäbe es ein Riesenchaos, aber das sind wir hier ja gewohnt", sagte er. "Ich weiß gar nicht, ob man den Unterschied durch ein paar Millionen Gäste mehr überhaupt bemerken würde, verstopft ist hier sowieso ja alles."
Ein olympisches Feuer in Köln würde er sich jedenfalls "gerne anschauen".