Von Christoph Meyer (London), Patricia Bartos
London (England) - Der britische Schauspieler und frühere Comedian Russell Brand ist in einem Strafprozess um sexuelle Gewalt in mehreren Punkten schuldig gesprochen worden. Die Geschworenen am Londoner Southwark Crown Court befanden den 51-Jährigen wegen einer Vergewaltigung und drei Fällen von sexueller Nötigung für schuldig.
Demnach verging sich der einstige TV- und Bühnenstar an einem damals 21 Jahre alten weiblichen Fan nach einem Auftritt in einem Theater in London. Von zwei weiteren Vergewaltigungsvorwürfen sowie zwei angeblichen Fällen sexueller Übergriffe wurde Brand hingegen freigesprochen.
Aufgrund der Entscheidung der Geschworenen müsse sich Brand auf eine Haftstrafe einstellen, sagte der Richter laut Nachrichtenagentur PA. Deshalb werde Brand in Untersuchungshaft genommen. Das Strafmaß soll demnach am kommenden Montag bekanntgegeben werden.
In dem mehrwöchigen Prozess schilderten allen voran die betroffenen Frauen die schweren Vorwürfe im Detail. Auch Brands Frau Laura sagte vor Gericht aus und stärkte ihrem Ehemann dabei den Rücken.
Brand selbst hatte die Vorwürfe stets bestritten. Freunde und Kollegen hätten sich seit Bekanntwerden der Vorwürfe von ihm abgewandt, sagte Brand zuletzt laut PA.
Der Vergewaltigung beschuldigt zu werden, sei "verheerend". Als der Richter den Schuldspruch im Fall der Vergewaltigung verkündete, schloss Brand die Augen. Abgesehen davon reagierte er demnach kaum, als die Entscheidung der Jury verkündet wurde.