Ruth Moschner wehrt sich gegen Sex-Nachricht: Mann muss 10.000 Euro zahlen

Berlin - "Na du geile Maus, ich will dich f*cken." Diese Nachricht erhielt Ruth Moschner (50) von einem Mann im Internet. Die TV-Moderatorin ging rechtlich dagegen vor – und gewann.

Ruth Moschner wehrt sich gegen sexistische Nachrichten im Netz. (Archivfoto)  © Thomas Banneyer/dpa

Unterstützung erhielt Moschner von der Organisation "HateAid" und einer Anwaltskanzlei. Mit Erfolg: Der Mann darf ihr künftig keine Nachrichten mehr mit dieser oder einer vergleichbaren Äußerung schicken.

Außerdem muss der Rüpel die entstandenen Anwaltskosten in Höhe von 10.000 Euro tragen. Sollte er gegen die Unterlassungsverpflichtung verstoßen, kann zusätzlich eine Vertragsstrafe fällig werden.

Moschner selbst feiert den Ausgang des Falls mit bissigem Humor. "Neun Monate später hat die 'geile Maus' gewonnen und der Pimmel 'ne Unterlassung am Hals", schreibt die 50-Jährige in einem Beitrag auf Instagram.

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Auch einen kleinen Seitenhieb kann sie sich nicht verkneifen: "Funfact: Das Einschreiben wurde von seiner Mutti abgeholt. Womit bewiesen wäre: Diese Typen wohnen noch zu Hause, selbst wenn sie schon 40 sind."

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Ruth Moschner fordert Konsequenzen gegen digitale Gewalt

Die Moderatorin macht ihre Erfahrungen mit Hass und sexueller Belästigung im Netz öffentlich. (Archivfoto)  © Rolf Vennenbernd/dpa

Den Erfolg nutzt die TV-Bekanntheit auch, um auf ein größeres Problem aufmerksam zu machen. Sie fordert eine schnellere strafrechtliche Verfolgung digitaler Gewalt und Belästigung. Ihrer Ansicht nach wird das zusätzlich durch die mangelnde Verantwortung und Kontrolle der Plattformen erschwert.

Mit Blick auf Instagram und den Mutterkonzern Meta findet Moschner deutliche Worte. Ihrer Ansicht nach sei dem Unternehmen die "Sicherheit von weiblich gelesenen Personen egal."

Für die Moderatorin scheint der Fall noch nicht ganz abgeschlossen zu sein. Sie denkt bereits über eine mögliche Retourkutsche nach: "Man findet übrigens so einiges über den Pimmel im Internet [...]. Ob ich seinen Arbeitgeber kontaktiere?", fragt sie ihre Follower.

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Ob es bei dieser provokanten Ankündigung bleibt, ist offen.

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