Scarlett Johansson als Teenager zu "Sexbomben-Rollen" gezwungen!

Los Angeles - In einem Rückblick auf ihre Karriere verriet "Black Widow"-Star Scarlett Johansson (38), dass ihr altes Management sie in jungen Jahren dazu gedrängt habe, sexualisierte Rollen anzunehmen, die sie zur "Sexbombe" machen sollten.

Die Anfänge ihrer Karriere waren für Scarlett Johansson (38) eine "wirklich harte Zeit", da sie zur "Sexbomben-Schauspielerin" gedrängt wurde. (Archivbilder)
Die Anfänge ihrer Karriere waren für Scarlett Johansson (38) eine "wirklich harte Zeit", da sie zur "Sexbomben-Schauspielerin" gedrängt wurde. (Archivbilder)  © Bildmontage: Robyn Beck/AFP, Donald Weber/Getty Images North America/Getty Images via AFP

"Ich wurde so etwas wie eine junge, naive Unschuld", sagte die 38-jährige am Dienstag (Ortszeit) im iHeartRadio-Podcast "Table for Two" mit Bruce Bozzi.

Johansson erklärte, dass sie, als sie die beiden hochkarätigen Filme "Lost in Translation" (2003) und "Das Mädchen mit dem Perlenohrring" (2003) drehte, gerade mal 18 bzw. 19 Jahre alt war. In diesen späten Teenagerjahren, in denen die Schauspielerin gerade erst ihre eigene Sexualität kennenlernte, habe man sie bewusst zum Sex-Objekt gemacht.

Schuld daran sei ihr damaliges Management gewesen, das sie dazu gedrängt habe, nur Rollen anzunehmen, die in das Bild des unschuldigen, blonden Sexsymbols passten.

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"Ich wurde in gewisser Weise darauf vorbereitet, das zu sein, was man eine Sexbomben-Schauspielerin nennt", so die 38-Jährige. "Ich spielte die andere Frau und das Objekt der Begierde, und plötzlich fand ich mich an diesem Ort in die Enge getrieben. Ich kam da nicht mehr raus."

Im Verlauf ihrer Karriere habe Johansson recht schnell gemerkt, dass die Wahl von Rollen, die sich um ihr Aussehen drehten, nur eine kurze Lebensdauer hatten. "Ich glaube, für diese Art von Bombenrolle, die schnell verglüht, hat man danach nicht mehr viele Möglichkeiten, und ich hatte das Gefühl, dass ich so schnell ausbrenne", fügte der "Black Dahlia"-Star hinzu.

Auch ihre Marvel-Rolle als Spionin Natasha Romanoff/Natalie Rushman alias Black Widow sei (zumindest anfangs) in diese Kategorie gefallen.

Scarlett Johanssons Rolle der "Black Widow" anfangs "unterentwickelt und übersexualisiert"

Die Figur der "Black Widow" war anfangs ein Widerspruch in sich: eine starke, unabhängige Spionin, die dennoch dümmlich und viel zu sexuell dargestellt wurde.
Die Figur der "Black Widow" war anfangs ein Widerspruch in sich: eine starke, unabhängige Spionin, die dennoch dümmlich und viel zu sexuell dargestellt wurde.  © Film Frame/Marvel Studios/Walt Disney/dpa

Als Johansson die Rolle der Natasha Romanoff in dem Marvel-Kassenschlager "Avengers" angeboten wurde, konnte und wollte sie sich diese Chance nicht entgehen lassen.

Doch schnell stellte sich heraus, dass "Black Widow", obwohl sie eine taffe und unabhängige Frau darstellen sollte, anfangs "unterentwickelt und übersexualisiert" geschrieben war.

Erst als die gebürtige New Yorkerin sich mit Regisseur Jon Favreau (56) und dem Leiter der Marvel-Studios, Kevin Feige (49), zusammensetzte, habe sie die Figur in etwas Progressiveres verwandeln können.

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Die heftige "Übersexualisierung" ihrer Person habe die junge Frau damals schließlich so sehr verunsichert, dass sie schon das Ende ihrer Karriere vermutete.

"Ich glaube, alle dachten, ich sei älter und hätte schon so lange [geschauspielert], dass ich irgendwie in diese seltsame, übersexualisierte Schublade gesteckt wurde", erzählte sie. "Ich hatte das Gefühl, dass [meine Karriere] vorbei war. Es war wie: Das ist die Art von Karriere, die du hast, das sind die Rollen, die du gespielt hast. Und ich dachte: 'Das war's?'"

Heutzutage hätten es Frauen in dem Geschäft etwas leichter, findet Johansson, auch wenn Sexualisierung und Objektifizierung nach wie vor große Probleme bereiten. "Ich denke, das ist eine wichtige Lektion, die man Mädchen und Jungen beibringen sollte - einer Arbeit nachzugehen, die zufriedenstellend ist", betonte die zweifache Mutter abschließend.

Titelfoto: Bildmontage: Robyn Beck/AFP, Donald Weber/Getty Images North America/Getty Images via AFP

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