Schauspielerin packt über Nacktszenen aus: "Schnaps bekommen, um mich lockerer zu machen"

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Berlin - Für Schauspieler können intime Szenen eine echte Herausforderung sein. Doch während früher schon mal ein Schnaps für mehr Lockerheit sorgen sollte, gelten heute andere Regeln. Paula Kalenberg (39) verrät im TAG24-Interview, was sich am Set verändert hat und warum sie den Umgang mit intimen Szenen bei ihrer neuen Serie "Friends, Sex and Games" besonders schätzt.

Paula Kalenberg (39) müsse nicht mehr ihre Grenzen überschreiten, um als professionell zu gelten.
Paula Kalenberg (39) müsse nicht mehr ihre Grenzen überschreiten, um als professionell zu gelten.  © Markus Scholz/dpa

Hinter der Kamera habe sich in den vergangenen Jahren einiges verändert, betont Kalenberg. Besonders bei intimen Szenen sei heute ein anderer Umgang möglich als zu Beginn ihrer Karriere.

"Als ich angefangen habe zu drehen, war der Umgang mit Intim-Szenen ganz anders. Da hat man vorher einen Schnaps bekommen, um sich ein bisschen lockerer zu machen, und dann wurde gefilmt", gesteht die 39-Jährige. Heute sei es dagegen möglich, eigene Grenzen klar zu kommunizieren.

Bei den Dreharbeiten zu "Friends, Sex and Games" habe eine Intimacy-Koordinatorin dafür gesorgt, dass sich das Ensemble sicher fühle und Ängste ansprechen konnte. Sie findet es wichtig, dass Schauspieler nicht mehr das Gefühl haben müssen, ihre Grenzen überschreiten zu müssen, um als professionell zu gelten.

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Und darum geht es in der neuen Serie von Amazon Prime Video: Eine Freundesgruppe mit vier Paaren wagt ein gewagtes Spiel: Eine Nacht mit demjenigen, dessen Schlüssel man zieht – ohne Verpflichtungen, ohne Gefühle. Zwischen Lust, Eifersucht und verborgenen Sehnsüchten stellt sich jeder die Frage: Was macht mich wirklich glücklich?

Offene Beziehung oder Monogamie? Das denken die Darsteller

Kann eine Beziehung ein solches Experiment überhaupt überstehen? Paula Kalenberg (39) und Fridolin Sandmeyer (39) haben eine klare Meinung.
Kann eine Beziehung ein solches Experiment überhaupt überstehen? Paula Kalenberg (39) und Fridolin Sandmeyer (39) haben eine klare Meinung.  © Sebastian Gollnow/dpa

Dass langjährige Beziehungen nicht zwangsläufig unglücklich sein müssen, wenn sich einer der Partner nach Veränderung sehnt, ist für Kalenberg ein zentraler Aspekt der Geschichte.

"Man kann sich ein absolut glückliches Leben aufgebaut haben und gleichzeitig feststellen, dass es da vielleicht noch eine Version von einem selbst gibt, die man noch entdecken möchte", erklärt die Schauspielerin.

Doch kann eine Beziehung ein solches Experiment überhaupt überstehen? Für Kalenberg ist vor allem entscheidend, ob beide offen über ihre Bedürfnisse sprechen können. Wenn Wünsche aus Angst vor der Reaktion des Partners verschwiegen würden, könne das langfristig zum Problem werden.

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Auch Kollege Fridolin Sandmeyer (39) sieht in dem Beziehungsexperiment Chancen, aber ebenso Risiken. Schließlich könnten bei einem solchen Schritt Verletzungen entstehen und sich bisherige Gewissheiten verändern. Für ihn ist allerdings nicht nur entscheidend, wie Paare mit sexueller Freiheit umgehen. Auch die persönliche Entwicklung beider Partner müsse zusammenpassen.

Bei der Frage nach dem richtigen Liebesmodell plädiert er für mehr Offenheit. Monogamie sei eine Möglichkeit, eine Beziehung zu führen, aber nicht die einzig richtige. "Jeder soll lieben, wen und wie er will", stellt der Schauspieler klar. Wichtig sei, dass alle Beteiligten mit dem gewählten Modell einverstanden seien.

Titelfoto: Markus Scholz/dpa

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