Sie eroberte Hollywood: Deutsche Schauspiel-Ikone Elke Sommer ist tot
Berlin/Los Angeles - Sie gehörte zu den wenigen deutschen Schauspielerinnen, die in Hollywood Karriere machten. An der Seite von Weltstars wie Paul Newman (1925–2008) und Peter Sellers (1925–1980) feierte Elke Sommer große Erfolge. Nun ist die Golden-Globe-Preisträgerin tot.
Die gebürtige Berlinerin starb am Mittwoch (28. Oktober) im Alter von 85 Jahren in ihrem Haus im Los-Angeles-Stadtteil Bel Air. Das berichtete die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf das persönliche Umfeld der Künstlerin. Demnach starb Sommer nach längerer Bettlägerigkeit an Herzinsuffizienz. Am 5. November wäre sie 86 Jahre alt geworden.
Erst drei Monate zuvor hatte Sommer ihren Ehemann Wolf Walther verloren. Der Hotelier war am 22. Juli im Alter von 77 Jahren nach einer Krebserkrankung gestorben. Das Paar war seit 1993 verheiratet. Nach dem Tod ihres Mannes hatte Sommer öffentlich von ihrer großen Trauer gesprochen.
Sommer wurde am 5. November 1940 als Elke Schletz in Berlin geboren und wuchs in Franken auf. Ihre Filmkarriere begann Ende der 1950er-Jahre in Italien.
In den 1960er-Jahren gelang ihr der internationale Durchbruch. Sie gehörte zu den wenigen deutschen Schauspielerinnen, die damals in Hollywood Fuß fassen konnten.
Für ihre Rolle an der Seite von Paul Newman im Thriller "Der Preis" erhielt sie 1964 einen Golden Globe als beste Nachwuchsdarstellerin.
Elke Sommer lebte mit ihrem Mann in den USA
Zu ihren bekanntesten Filmen zählt die Komödie "Ein Schuss im Dunkeln" mit Peter Sellers aus der "Pink Panther"-Reihe. Im Laufe ihrer Karriere wirkte Sommer in mehr als 70 Kinofilmen mit und stand auch auf der Theaterbühne.
Neben der Schauspielerei machte sie sich als Sängerin und Malerin einen Namen. In späteren Jahren zog sie sich zunehmend aus dem Filmgeschäft zurück und widmete sich vor allem ihrer Kunst. Zuletzt lebte sie mit ihrem Mann in den USA.
Nach Angaben der "Bild"-Zeitung soll Sommer auf eigenen Wunsch im Familiengrab in Marloffstein bei Erlangen beigesetzt werden.
Titelfoto: Guido Kirchner/dpa
