Sylvie Meis blickt auf ihre dunkelsten Stunden: "Musste um mein Leben kämpfen"

Hamburg/Wien - Er gab ihr Hoffnung! Vor 17 Jahren erhielt Model und Moderatorin Sylvie Meis (48) die Diagnose Brustkrebs. Vor allem für eine Person wollte sie kämpfen.

Sylvie Meis (48) sprach über ihre Brustkrebserkrankung und erklärte, für wen es sich zu kämpfen lohnte.  © Elisa Schu/dpa

Bei der Verleihung der Vienna Awards in Wien hielt Meis eine Laudatio auf ihre Freundin Domenica Graci Maldonado, die Gründerin von "One Luxury" als "Business Icon of the Year". Am Rande der Veranstaltung sprach Meis im Interview mit der "Gala" über ihre dunkelsten Stunden.

Im Juli 2009 machte die damals 31-Jährige ihre Brustkrebserkrankung öffentlich. "Es gibt mehrere Momente in meinem Leben, in denen ich gemerkt habe, wie stark ich eigentlich bin", erklärte sie. "Das erste Mal während meiner Krebserkrankung, wo ich um mein Leben kämpfen musste, um meinen Sohn aufwachsen zu sehen."

In einer Operation wurde ihr der Tumor entfernt, anschließend unterzog sich die damalige Frau von Fußballstar Rafael van der Vaart (43) einer Chemotherapie. "Da habe ich erstmals gemerkt, wie viel wir haben und machen können, um das zu schaffen", sagte sie. Ihr Sohn Damian (20) war damals drei Jahre alt.

Sylvie Meis Sylvie Meis verrät: Das ist ihre "Red Flag" beim Dating

Nur ein Jahr später legt das Model einen unvergesslichen Auftritt hin. Bei der RTL-Show "Let's Dance" zeigte sie sich erstmals ohne Perücke.

Anzeige

Sylvie Meis lernte durch Rückschläge ihre wahre Stärke kennen

Vor allem für ihren Sohn Damian (20) kämpfte Sylvie Meis.  © Screenshot/Instagram/damian.vandervaart

Der Kampf gegen den Krebs war aber noch nicht alles. "Dann ist es natürlich immer sehr, sehr heftig, wenn man eine öffentliche Trennung und auch viele Schlagzeilen erlebt." Im Januar 2013 gaben Meis und van der Vaart nach sieben Jahren Ehe ihre Trennung bekannt. "Auch da habe ich bemerkt: Mein Gott, ich bin doch stärker, als ich dachte, und ich schaffe das schon."

Rückblickend kann sie das durchaus sagen, auch wenn sie immer wieder betont, dass sie "jeden einzelnen Tag" an die Erkrankung denke. Weil sie es geschafft hat, spricht sie auch anderen Frauen Mut zu: "Was wir hier im Kopf haben, hat Einfluss über das, was wir erleben", erklärte sie. "Wir können manchen Sachen nicht vorbeugen, das kommt - das ist auch in meinem Leben gekommen - aber man hat die eigene Entscheidung, wie man im Kopf damit umgeht."

Der gesamte Prozess der Erkrankung war für Meis ein "unglaublich langer Weg" und "sehr schwierig", wenn nicht sogar "unmöglich" gewesen. Eines hat ihr allerdings geholfen. "Versuche, positives Denken zuzulassen, das wird dir wirklich helfen", lautete ihr Rat.

Mehr zum Thema Sylvie Meis: