Ehe-Aus, Scheitern, Neuanfang: Tim Bendzko zieht schonungslose Bilanz
Hamburg - Mit dem Song "Nur noch kurz die Welt retten" hatte Tim Bendzko (40) seinen Durchbruch. Der Release liegt nun 15 Jahre zurück. Seitdem ist im Leben des Musikers viel passiert - unter anderem die Trennung von seiner Frau Melina Martin (29) im vergangenen Jahr. Es sind Vorfälle, die den Musiker nachdenklich werden lassen.
So habe generell auch das Scheitern in seinem Leben bisher eine Rolle gespielt.
"Man nimmt sich ja vor, wie das Leben sein soll und wenn man dann feststellt, das passiert jetzt nicht mehr, hat man das Gefühl, man hat was falsch gemacht", gesteht der 40-Jährige im Gespräch mit Moderator Hinnerk Baumgarten (58) am Donnerstag bei "DAS! Rote Sofa".
"Ich habe in den letzten Jahren aber auch das Gefühl gewonnen, dass das Teil von Weiterentwicklung ist", erklärt er weiter. Generell habe der Sänger in der Vergangenheit viel über den Umgang mit Emotionen gelernt.
"Ich bin schon immer bestrebt, dazuzulernen und sich weiterzuentwickeln und ich bin der Meinung, dass das in Schüben passiert. Ich hatte in den letzten Jahren sehr das Gefühl, dass ich auf der Stelle getreten bin. Und dann kam alles auf einmal", sagte Bendzko.
Von gleich mehreren Krisen ist die Rede. Auch das Alter spiele nach seinen Angaben im Umgang mit verschiedenen Situationen eine Rolle. Schließlich feierte der Musiker im April 2025 seinen 40. Geburtstag.
"Man hat ja immer seine Themen, die aufkommen, mit denen man umgehen muss. Zum Beispiel ist man mal mit sich unzufrieden oder man will einfach ein besserer Mensch werden", so Bendzko.
Tim Bendzko: "Ich habe einfach Songs geschrieben, um Emotionen loszuwerden"
Songs zu schreiben helfe ihm sehr beim Umgang mit Emotionen: "Ich habe da immer einen sehr rationalen Umgang damit gehabt. Und hatte auch die Musik. Ich habe einfach Songs geschrieben, um Emotionen loszuwerden."
Dennoch sind vor allem die negativen Gefühle dadurch nicht einfach verschwunden. "Im Laufe der Jahre habe ich das Gefühl, dass diese einzelnen Themen nicht einfach gelöst sind. Ich habe versucht, einen richtigen Umgang mit Emotionen zu finden und nicht immer alles wegzuschieben."
Eine Therapie habe er nicht gemacht. Doch vor allem der Austausch mit seinen Freunden habe ihm in den letzten Jahren viel gegeben. "In meinem Freundeskreis ist der Umgang mit Emotionen bei sehr vielen ein Thema. Man muss auch erkennen, der Emotion einen Raum zu geben und nicht einfach wegzuschieben."
Mut zur Veränderung, private Neuanfänge und das Scheitern seiner Ehe verarbeitete Bendzko unter anderem auch in seinem sechsten Album "Alles, nur nicht zurück", welches am 23. Januar 2026 erschienen ist.
Titelfoto: Hendrik Schmidt/dpa

