Amsterdam (Niederlande) - Geht es nach einer Online-Petition, dann heißt der nächste Bundespräsident Hape Kerkeling. Doch was hält der Entertainer selbst von der Idee? Auch zum Wahl-Erfolg der AfD hat er eine Meinung.
In dem niederländischen TV-Format "Buitenhof" wurde der 61-Jährige jetzt gefragt, ob er denn überhaupt "Ja" sagen würde, falls ihm das höchste Staatsamt seines Heimatlandes angeboten wird.
"Noch hat mich niemand gefragt", plauderte Kerkeling aus dem Nähkästchen. Allzu sehr scheint er sich mit dem Gedanken aber auch noch nicht auseinandergesetzt zu haben. Vielsagend schob er nämlich hinterher: "Ich habe noch keine Antwort darauf."
Eine entsprechende Online-Petition läuft indes schon seit Längerem. Mittlerweile haben den Aufruf auf der Plattform der Kampagnenorganisation Campact bereits über 144.000 Bürgerinnen und Bürger unterzeichnet.
"Vielleicht ist die Rente besser, als Präsident von Deutschland zu werden - auch wenn es eine große Ehre wäre", sinnierte der gebürtige Nordrhein-Westfale im niederländischen TV. "Es wäre doch sehr schwer."
AfD-Wahlerfolg in Sachsen-Anhalt versetzt Hape Kerkeling in Angst
Dass ihn die Menschen überhaupt einmal in diesem Amt sehen würden, hätte er ohnehin nie im Leben für möglich gehalten, wie Kerkeling im Rahmen des Gastauftritts sichtlich erstaunt anmerkte. Auch im Anschluss blieb es im "Buitenhof" politisch.
Kerkeling wurde bei der Gelegenheit nämlich auch auf den Wahlerfolg der AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt angesprochen. Offen und ehrlich gab der Entertainer daraufhin zu, dass ihm das Resultat durchaus Angst gemacht habe.
"Ich denke, dass es in Sachsen-Anhalt natürlich große Probleme gibt: wirtschaftliche Probleme, soziale Probleme." Die hohen Erwartungen zur Zeit der Wiedervereinigung seien nicht erfüllt worden, so der "Horst Schlämmer"-Darsteller.
Für ihn sei es dennoch unbegreiflich, dass nun so viele Menschen ausgerechnet dieser Partei die Lösungsfindung für ihre Probleme zutrauen und dafür sogar ihre Unfreiheit riskierten.
Mut macht dem bekennenden Homosexuellen die Verfassung: "Die Grundlage, die wir in Deutschland haben, ist unser Grundgesetz, und dieses Grundgesetz ist stark", stellte Kerkeling abschließend klar.