"Sollte elendig enden": Formel-1-Kommentator setzt sich für AfD-Politikerin ein und kassiert Shitstorm

Dortmund - Formel-1-Kommentator Heiko Waßer löste mit einem drastischen Instagram-Kommentar einen Shitstorm im Internet aus. Inzwischen hat sich der 69-Jährige dafür entschuldigt und seine Posts gelöscht.

Heiko Waßer (69) sorgte mit einem Instagram-Kommentar für ordentlich Aufruhr.  © IMAGO / DeFodi Images

Dem ging voraus, dass die niedersächsische AfD-Landtagsabgeordnete Vanessa Behrendt (42) eine Hündin aus dem Ausland adoptieren wollte. Der Tierschutzverein Fortuna Animali lehnte die Vermittlung jedoch wegen ihrer politischen Zugehörigkeit ab.

Darüber ärgerte sich nicht nur die Politikerin, sondern auch Waßer mächtig. Der bekannte Formel-1-Kommentator schrieb am Samstagabend dazu: "Wer auch immer das entscheiden hat, sollte elendig an einer kurzen Leine angebunden auf einem Autobahn-Parkplatz enden."

Die spitze Anmerkung blieb nicht lange unbemerkt und wurde von der Instagram-Seite "Hogesatzbau" öffentlich zur Diskussion gestellt. Waßer bekam dafür ordentlich Gegenwind.

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Am Sonntag meldete er sich schließlich selbst zu Wort und ruderte mit einer Entschuldigung zurück.

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Heiko Waßer erklärt seinen Ausraster

Vanessa Behrendt (42) sitzt für die AfD im niedersächsischen Landtag.  © -/dpa

Als Reaktion auf den Shitstorm postete Wasser selbst ein kurzes Video auf seinem Instagram-Account. Dort erklärt er, dass er ein großer Hundefreund sei und sich "maßlos" über die Entscheidung des Tierschutzvereins geärgert habe.

Seiner Ansicht nach sei es problematisch, wenn Tiere wegen der politischen Ansichten eines Menschen nicht vermittelt würden. Mit seiner Wortwahl sei er aber "über das Ziel hinausgeschossen".

Daher nehme er seine Aussagen zurück und entschuldige sich für seine Ausdrucksweise. Die ursprünglichen Kommentare sind inzwischen gelöscht.

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Auch politisch ordnete sich der Kommentator ein. Er habe die AfD nie gewählt und wolle auch keinesfalls mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin (73) "paktieren", wie es ihm einige Vorgeworfen hätten.

"Links und rechts ist für mich beides gleich gefährlich, ich war immer ein Mensch der Mitte", so Waßer.

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