Als Klara plötzlich schwanger wird, steht sofort fest: "Ich möchte kein weiteres Kind"

Deutschland - Mit 33 wird die zweifache Mutter Klara ungewollt schwanger - wenige Tage nach der Trennung von ihrem Partner. Ihre Entscheidung, kein weiteres Kind zu bekommen, steht von Anfang an fest. Ein Schwangerschaftsabbruch stellt sie allerdings vor einige Hürden.

Von Anfang an wusste Klara (34), dass sie das Kind nicht bekommen wollte. Doch selbst Ärzte versuchten, ihr unterschwellig reinzureden.  © ZDF/Dawin Meckel/OSTKREUZ

"Mein erster Impuls, mein erster Gedanke war einfach nur: Ich will nicht. Ich möchte kein weiteres Kind, ich möchte nicht noch mal schwanger sein, gebären und noch mal Mama werden", erinnert sich die heute 34-Jährige in der ZDF-Doku "37 Grad" an den Tag zurück, als sie von der Schwangerschaft erfuhr.

Das war zwei Tage, nachdem sich Klara von ihrem damaligen Freund Erik getrennt hatte. Auch er war überrascht und geschockt. Trotzdem stand von vornherein fest, "dass ich, egal wie sie sich entscheidet, da bin und sie unterstütze", sagt er.

Klara, die bereits zwei Kinder aus einer früheren Ehe hat, ging sofort zu ihrer Gynäkologin. Das Gespräch empfand sie als enttäuschend - ihre Ärztin habe zu Eric gesagt: "Ihre Partnerin kann durchaus sterben beim Schwangerschaftsabbruch."

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"Das so drastisch in den Raum zu stellen, finde ich schon eine Nummer", stellt sie im Nachhinein klar. Und das, obwohl das Risiko, bei einem Abbruch zu sterben, laut Experten bei 0,001 Prozent liegt. Bei einer Geburt ist es höher.

Obwohl Klara ihre Pläne sofort klar und deutlich kommuniziert hat, seien auch Sätze gefallen wie "Wir könnten auch die Natur entscheiden lassen", was sie als unangebracht und übergriffig empfand.

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"37 Grad" (ZDF): Wie geht es weiter, wenn man ungewollt schwanger ist?

Was tun, wenn man ungewollt schwanger wird? Klara entschied sich für den Abbruch. (Symbolfoto)  © Hannes P. Albert/dpa

Ebenso, dass ihr das voraussichtliche Geburtsdatum genannt wurde - eine Information, die sie nicht haben wollte. Nicht, weil sie sich unsicher war - sie war einfach nicht nötig. Zu diesem Zeitpunkt war sie in der fünften Woche.

Bis zum Abbruch sollten allerdings noch einige Wochen vergehen. Wochen, in denen sich ihr Bauch leicht wölbte und sie von Übelkeit geplagt wurde. Wochen, in denen sie noch viel organisieren musste.

Wegen einer Blutgerinnungsstörung benötigte sie für den Eingriff ein spezielles Medikament. Erst war ihr Hausarzt im Urlaub, dann ging es ihr so schlecht, dass Erik das Rezept abholen wollte, aber wieder weggeschickt wurde, und schließlich gab es Lieferschwierigkeiten - eine Hürde jagte die nächste.

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In den letzten zwei Wochen vor der OP habe sie "einfach nur gedacht: Wann hat dieses Chaos ein Ende?" Ihre Gedanken kreisten ständig zwischen "Alles wird gut" und absoluter Panik: "Was ist, wenn der Eingriff nicht funktioniert? Ich möchte auf keinen Fall ein weiteres Kind."

Es gab einige Hürden zu überwinden, bis der Abbruch schließlich stattfinden konnte.  © ZDF/Dawin Meckel/OSTKREUZ

Das und mehr in der neuen Folge "37 Grad: Ungeplant schwanger"

Der Eingriff war erfolgreich. Heute engagiert sich Klara bei Themen, bei denen sie Missstände sieht, also beispielsweise Schwangerschaftsabbrüche, Sexualität und Behinderungen, gibt auch Workshops. Für ihre eigene Zukunft wünscht sie sich, "dass ich mein Leben - so, wie ich es jetzt habe, mit zwei gesunden lebensfrohen Kindern - so weiterführen kann".

Klaras Geschichte und die zweier weiterer Betroffener seht Ihr in der neuen Folge "37 Grad: Ungeplant schwanger" am Dienstagabend ab 22.15 Uhr im ZDF oder schon jetzt im Stream in der Mediathek.

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