Nach dem Sport Herzstillstand: Magdeburger Familie berichtet von Koma-Erfahrung

Magdeburg - Liegt ein geliebter Mensch im Koma, ist die Situation für alle Angehörigen sehr herausfordernd. Doch bekommt der Patient in seinem kritischen Zustand auch etwas mit? Mit dieser und weiteren Fragen beschäftigt sich die ZDF-Doku "37 Grad" und hat eine Magdeburger Familie begleitet.

Die Frau von Steffen Morscheck bemerkte zuerst, dass mit ihm etwas nicht stimmte.
Die Frau von Steffen Morscheck bemerkte zuerst, dass mit ihm etwas nicht stimmte.  © ZDF/Lara Karremann

Steffen Morscheck (45) ist ein durchtrainierter und noch junger Mann. Doch eines Tages lässt sein Verhalten seine Frau aufhorchen. "Er lief auf und ab und sagte, dass es ihm nicht gut gehe. Er riss dann die Balkontür auf, was schon sehr komisch war", berichtet sie dem Fernsehteam.

Der heute 45-Jährige war zuvor noch beim Sport und klagte kurze Zeit später über ein Drücken im Brustbereich. Seine Frau ruft auf seine Bitte hin den Notruf.

Währenddessen erleidet Morscheck einen Herzstillstand. "Als die beiden Sanitäter hier ankamen, hat mein Mann gerade den letzten Atemzug getan", erinnert sich seine Frau.

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Die Wiederbelebung habe 20 Minuten gedauert. Anschließend wird er in das Klinikum Magdeburg-Olvenstedt gebracht. Weil es aufgrund einer Lungenentzündung zu Komplikationen kommt, muss der Familienvater in ein künstliches Koma versetzt werden.

Für seine Tochter und seine Frau beginnen mehrere Wochen Bangen und Hoffen.

Im Koma vieles wahrgenommen

Steffen Morschek (45) lag mehrere Wochen im Koma. Dabei habe er vieles mitbekommen, was an und um sein Bett passierte.
Steffen Morschek (45) lag mehrere Wochen im Koma. Dabei habe er vieles mitbekommen, was an und um sein Bett passierte.  © ZDF/privat/Familie

Während Morscheck im Koma liegt, erhält er regelmäßig Besuche seiner Familie. Zwar wissen Tochter und Ehefrau nicht, ob ihr Vater und Ehemann etwas mitbekommt, doch sie haben ein positives Gefühl dabei.

Dass dieses Gefühl sie nicht getäuscht hat, wird ihnen wenig später klar. "Als ein Schlaganfall-Patient neben ihm im Zimmer lag, wurde er aufgefordert, den Arm zu heben. Das hat dann aber auch mein Vater gemacht", schildert die Tochter in der Doku.

Morscheck selbst kann bestätigen, dass er während des Komas etwas mitbekommen hat. Unter anderem habe er geträumt und sich vom Licht der Straßenlaternen faszinieren lassen.

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Damit ist klar: Der Familienvater ist inzwischen wieder wohlauf. Zusammen mit seiner Familie unternimmt er zum Jahrestag seiner Erkrankung einen gemeinsamen Urlaub, um das Leben zu genießen und zu schätzen.

Noch immer verfällt der 45-Jährige in Alarmbereitschaft. Jedes noch so kleine Zwicken in der Brust lässt ihn zunächst aufhorchen.

Wer die ganze Folge "37 Grad: Koma - Zwischen Leben und Tod" nicht im Fernsehen schauen konnte, kann sie in der ZDF-Mediathek finden und streamen.

Titelfoto: ZDF/privat/Familie

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