"Bares für Rares"-Händler erkennen eine Zitronenpresse, doch die Wahrheit haut sie alle um!

Köln - Aufregung bei "Bares für Rares": In der jüngsten Ausgabe der beliebten ZDF-Trödelshow (24. November) glauben nahezu alle, eine Zitronenpresse vor sich zu haben. Was wirklich dahinter steckt, sorgt für Staunen!

Heike und Martin aus Hattingen (r.) wollen bei "Bares für Rares" ein Objekt verkaufen, dass die meisten Betrachter sofort an eine Zitronenpresse erinnert.
Heike und Martin aus Hattingen (r.) wollen bei "Bares für Rares" ein Objekt verkaufen, dass die meisten Betrachter sofort an eine Zitronenpresse erinnert.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

Heike und Martin aus Hattingen haben einen Gegenstand mit in das Pulheimer Walzwerk gebracht, dessen Verwendung für Horst Lichter sofort feststeht: Er gehört in die Küche und macht frischen Saft!

Alleine steht der 61-jährige Moderator mit dieser Annahme nicht da, wie ihm Studio-Gast Martin lachend bestätigt: "Ich habe das sofort als Zitronenpresse oder Grapefruitpresse gehalten. Aber ich bin dann eines Besseren belehrt worden!"

Das gläserne Ding stamme aus dem Nachlass eines befreundeten Pastors und soll jetzt verkauft werden. Lichter, noch immer auf dem Citrus-Trip, glaubt den Grund dafür zu erkennen: "Das ist kaputt. Hier fehlt der Saftrand!"

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Experte Detlev Kümmel fühlt sich bestens unterhalten, will das Drama aber offenbar nicht länger mit anhören und ergreift deshalb das Wort. "Was ist es tatsächlich?", leitet der 55-Jährige des Rätsels Lösung ein und dreht das Objekt um. "Es is ein Deckprisma!"

Noch immer blickt der 55-jährige Galerist aus Lüdenscheid in fragende Augen. Also deckt er die ganze Wahrheit hinter der "Nicht-Zitronenpresse" auf. Es handelt sich vielmehr um ein Leuchtmittel innerhalb eines Schiffes.

Das sogenannte Deckprisma stammt aus den 1920er Jahren und diente als sicheres Leuchtmittel auf Schiffen.
Das sogenannte Deckprisma stammt aus den 1920er Jahren und diente als sicheres Leuchtmittel auf Schiffen.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

Händler Jan Cizek legt 150 Euro für neue "Allzweckwaffe" auf den Tisch

Kunst- und Antiquitätenhändler Wolfgang Pauritsch (51, r.) glaubt zunächst daran, einen Briefbeschwerer vor sich zu haben.
Kunst- und Antiquitätenhändler Wolfgang Pauritsch (51, r.) glaubt zunächst daran, einen Briefbeschwerer vor sich zu haben.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

"Es ist ein Holzschiff. Und dieses Holzschiff transportiert Schwarzpulver. Wie schlau ist es, unter Deck eine Kerze anzuzünden?" Die Antwort erübrigt sich für alle Beteiligten. Der Groschen ist gefallen.

Lumpige 30 Euro möchten Heike und Martin für ihr Glasprisma haben, dessen Alter Kümmel in die 1920er Jahre datiert. Weil es sich jedoch um "ein Stück Zeitgeschichte" handelt, legt der Experte den Schätzpreis auf 150 bis 200 Euro fest.

Im Händlerraum kommt es angesichts der Optik des Verkaufsobjekts zunächst so, wie es kommen musste. "Was ist das denn? Eine Zitronenpresse?", fragt Esther Ollick (43) in die Runde. "Oder Pampelmusen", ergänzt Kollege Jan Cizek (48).

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Das Verkäufer-Paar verfolgt das muntere Rätselraten äußerst amüsiert. Als Wolfgang Pauritsch (51) schließlich auf "Briefbeschwerer" tippt, bringt Martin einzig und allein mit dem Wort "Prisma" endlich Licht ins Dunkel.

Letztlich gibt Cizek mit 150 Euro das höchste Gebot ab. Und der 48-Jährige ist mit seiner neuen "Allzweckwaffe" mehr als zufrieden: "Ich mache jetzt einen neuen Stand und werde Orangen oder Grapefruits pressen."

"Bares für Rares" läuft immer montags bis freitags ab 15.05 Uhr im ZDF oder vorab in der Mediathek.

Titelfoto: Screenshot/ZDF/Bares für Rares

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