Hamburg - Am Mittwochabend waren die Zwillinge Gerrit und Frederik Braun (beide 58) zu Gast bei "DAS! Rote Sofa". Die Gründer des Miniatur Wunderlandes verrieten Details zur Erweiterung Südamerikas durch den Regenwald.
In diesem Jahr feiert das Miniatur Wunderland in Hamburg sein 25. Jubiläum. Dazu soll im Herbst laut den Zwillingen "der größte, spektakulärste Abschnitt" folgen - und der habe es in sich.
"Der Regenwald ist eine wahnsinnige Herausforderung für uns gewesen. Weil, wenn man den wirklich mal zeigen möchte, die Größe, die Einzigartigkeit des Regenwaldes, braucht man verdammt viele Bäume, über 10.000", erklärte Frederik Braun.
Die Bäume könne man nicht mal eben so kaufen. "Deswegen sind diese Bäume alle per Hand gemacht und zum Glück durch unsere Familie Martinez, mit denen wir zusammen bauen in Südamerika, so unfassbar authentische Bäume entstanden", so Frederik weiter.
Die argentinische Familie lernte der Kaufmann unter den Brüdern zufällig in New York kennen und schätzen. Für den bislang massivsten Abschnitt des Wunderlandes entschied man sich für eine Zusammenarbeit. Auch Mitarbeiter der Hamburger Attraktion sind immer wieder in Buenos Aires.
Das erste Teammitglied, das die Familie in Argentinien besuchte, sei vorher noch skeptisch gewesen. "Der kam zurück, mit leuchtenden Augen und meinte: 'Die sind genau so verrückt wie wir'", erinnerte sich Frederick.
Jeder Baum wird in Handarbeit hergestellt
Für jeden einzelnen Baum werden dünne Kupferlackdrähte zusammengerollt, die sich nach oben immer weiter verzweigen. Anschließend wird der Draht lackiert und beflockt.
"Da sitzt man schon ganz schön lange dran", sagte Gerrit Braun, der für die technischen Umsetzungen im Miniatur Wunderland zuständig ist.
Auch die Nachbildung der Iguazú-Wasserfälle stellte die Brüder vor eine Herausforderung. "Wir beide waren da. Man kann sich das als Mensch nicht vorstellen, was die Natur für fantastische Sachen macht", schwärmte Frederick.
Einen Nachbau konnten sich die Gründer zunächst nicht vorstellen - wagten sich dann aber doch an das Projekt. "Ich kann es nicht erwarten, wenn die Menschen davorstehen und sagen, wie sie es finden", so Frederik.
Wenn man einen Blick unter den Wasserfall werfe, könne man sich nicht vorstellen, was da für ein Aufwand betrieben wird, damit das "ein bisschen funktioniert", sagte Gerrit.
Wann die ersten Besucher durch den Regenwald in der Hamburger Speicherstadt schlendern können, steht noch nicht genau fest. Die Eröffnung ist für Ende 2026 eingeplant.