Keine Gaffer-Mentalität bei Amokfahrt in Leipzig: "Gab keinen Patienten, der unversorgt war"
Von André Jahnke
Leipzig - Im Zuge der Amokfahrt in Leipzig hat die Feuerwehr den Einsatz der Passanten und Augenzeugen gelobt. Noch vor Eintreffen der Einsatzkräfte waren alle Verletzten von Helfenden versorgt worden, sagte Branddirektor Axel Schuh in der MDR‑Sendung "Fakt ist!".
"Wir kamen ja quasi wenige Minuten nach dem Ereignis an die Einsatzstelle, und es gab keinen Patienten, der unversorgt war. Also bei jedem Menschen, egal, wie schwer verletzt, waren Menschen und haben den betreut", berichtete er.
Das seien zum Teil sehr fachkundige Menschen, auch Ärzte, die zufällig vorbeigekommen waren, ein Medizinstudent und auch ein Laienhelfer gewesen, die unmittelbar geholfen hätten, betonte Schuh. "Das war ein Stück weit phänomenal".
Eine "Gaffer-Mentalität" hätten die Einsatzkräfte in Leipzig nicht erlebt.
Am Montagnachmittag war der 33-jährige Jeffrey K. in der Leipziger Innenstadt durch die Fußgängerzone gerast und hatte mehrere Menschen mit seinem VW erfasst.
Eine 63-jährige Frau und ein 77-jähriger Mann starben, sechs Menschen im Alter von 21 bis 87 Jahren wurden verletzt.
In der Sendung schilderte ein Mann auch den Versuch, den Amokfahrer zu stoppen. Zudem befasste sich ein Kriminologe mit der Frage, warum potenzielle Täter immer häufiger das Auto als Waffe nutzen.
Die ganze "Fakt ist!"-Folge könnt Ihr in der ARD-Mediathek anschauen.
Titelfoto: Bildmontage: EHL Media
