Schweinestall angezündet: Rund Tausend Tiere ersticken und verbrennen innerhalb weniger Minuten

Zeulenroda - Auf dem Gelände einer Agrargenossenschaft bei Zeulenroda fackelt ein Schweinestall ab, zahlreiche Tiere sterben. In der jüngsten Sendung von "Kripo live" wurde der Fall nun thematisiert.

Viel blieb von der Scheune nicht übrig. Nur wenige Tiere überlebten.  © Screenshot/Facebook/Feuerwehr Zeulenroda-Triebes

Das Feuer war am späten Donnerstagnachmittag, 2. September 2026, ausgebrochen. Zu diesem Zeitpunkt befand sich Landwirt Rene Röder circa 50 Meter von dem Gebäude entfernt und wollte gerade in seinem Auto nach Hause fahren.

Doch dazu kam es nicht: Er sah wie eine Flamme aus einem Tor des Gebäudes nach draußen drang und hörte die im Stall befindlichen Schweine quicken.

"Wenn tausend Schweine schreien, das sind Geräusche, die hört man noch länger", berichtet Röder bei "Kripo live".

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Kurze Zeit später brach alles zusammen. Das Gebäude brannte bis auf die Grundmauern nieder. Innerhalb weniger Minuten erstickten und verbrannten rund tausend Schweine.

Aus einem kleinen angrenzenden Stall konnten noch zehn Kälber gerettet werden.

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Zeugen in Zeulenroda gesucht: Brandstifter festgenommen und wieder laufen gelassen

Der Schaden geht in die Millionen.  © Björn Walther

Nach Ende der Löscharbeiten nahmen die Ermittler den Brandort unter die Lupe und schlossen einen technischen Defekt als Ursache für das Feuer aus. Es handelte sich um Brandstiftung.

Ein Tatverdächtiger wurde wenige Stunden nach dem Brand festgenommen. Die Kripo musste den 25-Jährigen jedoch wieder laufen lassen, denn bislang fehlte es an den nötigen Beweisen und Zeugen.

Die Vermutung liegt nahe, dass es sich um einen Serientäter handeln könnte, denn der Schweinestall war nicht das erste Gebäude der Agrargenossenschaft, was angezündet wurde.

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Bereits zwei Wochen zuvor war ganz in der Nähe die Futterhalle der Landwirte abgebrannt. Der bisherige Schaden beläuft sich auf circa 2,5 Millionen Euro.

"Was zu Schaden gekommen ist lässt sich ersetzen, die schlaflosen Nächte nicht", erklärt Rene Röder. Sein Wunsch: Der Feuerteufel soll geschnappt werden. Um die Tat aufzuklären und den Brandstifter ausfindig zu machen, nimmt die Kripo Gera Zeugenhinweise unter der 0365/82341465 entgegen.

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