"Völlig absurd!" Sebastian Fitzek wagt Verlags-Test und wird abgelehnt

❤️️
😂️
😱️
🔥️
😥️
👏️

Hamburg - 20 Millionen verkaufte Bücher, Übersetzungen in 26 Sprachen und Millionen begeisterte Leser und Leserinnen: Sebastian Fitzek (54) gehört zu den erfolgreichsten deutschen Thriller-Autoren. Doch dass sein Weg zum Bestsellerautor alles andere als einfach begann, verriet er am Freitagabend in der "NDR Talk Show" im Gespräch mit Moderatorin Bettina Tietjen (66). Zum 20-jährigen Karriere-Jubiläum wagte der Bestseller-Garant zudem ein ungewöhnliches Experiment.

Sebastian Fitzek (54) war am Freitagabend zu Gast in der NDR Talk Show.
Sebastian Fitzek (54) war am Freitagabend zu Gast in der NDR Talk Show.  © NDR/Uwe Ernst

2002 suchte Fitzek für sein allererstes Werk "Die Therapie" einen Verlag. Damals verschickte er sein Manuskript an 15 Verlage. Die Reaktionen waren ernüchternd: Zwölf sagten ab, drei meldeten sich bis heute nicht.

"Das war jetzt nicht so eine tolle Quote", erinnerte sich Fitzek. Rückblickend ein folgenschwerer Irrtum der Verlage: Denn "Die Therapie" erschien dann 2006 im Droemer-Knaur-Verlag und wurde zu Fitzeks erstem Bestseller.

Im Laufe seiner Karriere hätten ihm später sogar Verlage sinngemäß vorgehalten, er hätte das Buch doch auch ihnen anbieten können, sie hätten es ganz sicher veröffentlicht. Dabei hatte er ihnen das Manuskript laut eigenen Angaben bereits zuvor angeboten.

Neuer Nasenbär soll in Leipzig für Nachwuchs sorgen, aber: "Die Mädels sind kleine Dreckschleudern"
Elefant, Tiger & Co. Neuer Nasenbär soll in Leipzig für Nachwuchs sorgen, aber: "Die Mädels sind kleine Dreckschleudern"

Das brachte Fitzek auf eine Idee: "Zum 20-jährigen Jubiläum dachte ich, ich mache das nochmal. Ich schicke das Buch nochmal an dieses 15 Verlage. Ich habe das natürlich jetzt anders genannt, es heißt jetzt 'Die Lüge des Delphins', völlig absurd, und dann habe ich mir mit Milan Tarin ein Pseudonym gegeben." Statt wie damals per Post verschickte er das Manuskript diesmal per E-Mail.

Nur drei Verlage melden sich zurück: "Danke für den Joke!"

Und das Ergebnis? Erstaunlich ähnlich wie 2002! "12 Verlage haben sich bis dato nicht gemeldet und drei haben geantwortet", so. Zwei "sehr große Publikumsverlage" hätten ihm geschrieben: "Wir haben lange überlegt, aber haben leider keinen Platz."

Die dritte Antwort kam ausgerechnet von seinem eigenen Verlag. Dort hatte man den Scherz offenbar durchschaut. Die Reaktion: "Sebastian, danke für den Joke."

Titelfoto: NDR/Uwe Ernst

Mehr zum Thema NDR Talk Show: