Neuer Nasenbär soll in Leipzig für Nachwuchs sorgen, aber: "Die Mädels sind kleine Dreckschleudern"
Leipzig - Seit Jahren ist Nasenbär Carlos eigentlich eine feste Größe im Zoo Leipzig, doch nun musste er einem anderen weichen: Um für Nachwuchs zu sorgen, ist derzeit ein Männchen aus einem anderen Tiergarten zu Gast. Kurios dabei: Auch der Neuzugang heißt Carlos.
"Ich dachte zuerst, als ich das gehört hab, die machen einen schlechten Witz, aber es war tatsächlich so. Der heißt wirklich Carlos", entfährt es da auch Tierpfleger Florian Ludwig bei "Elefant, Tiger & Co.", während er das Gehege seines Gastes säubert. "Zufälle gibt's doch immer wieder."
In Sachen Zimmerservice scheint Carlos 2.0 ein rücksichtsvoller Gast zu sein. "Also in der Hinsicht muss man schon mal sagen, ist er schon mal deutlich reinlicher und sauberer als unsere Nasenbären. Die Mädels, die wir haben, das sind so kleine Dreckschleudern."
Hoffentlich wird das nicht zum Problem für Carlos II, immerhin sind die Mädels der Grund, weshalb er hier ist. "Er ist als neuer potenter Zuchtmann dazugekommen, weil er mit unserer Jüngsten nicht verwandt ist. Klar, unser anderer Carlos ist mit den anderen drei Mädels natürlich auch nicht verwandt. Aber gerade für die Jüngste wär's schon wichtig, dass die in die Zucht kommt, weil je länger man wartet, desto schwieriger wird's dann irgendwann", erklärt Florian.
Die zweieinhalbjährige Mirabell ist jedoch nicht die einzige, um die es bei der Zucht geht. "Wenn er schon mal da ist, dann soll er ruhig bei allen sein Glück probieren. Vielleicht wird ja doch noch eine mehr tragen, was vielleicht gar nicht verkehrt wäre", so der Tierpfleger.
Nasenbär-Doppelgänger im Zoo Leipzig: "Er ist noch mal ein anderes Kaliber"
Zunächst ist Carlos 2.0 jedoch in seinen eigenen Räumlichkeiten beschäftigt. "Man kann das sehen, wie er mit seinem Hintern über die Röhren rutscht. Der markiert natürlich alles drüber. Er riecht den anderen Carlos und da muss er natürlich seine Note drübersetzen."
Abgesehen von dem Namen scheinen die Gemeinsamkeiten im übrigen eher gering zu sein. "Was man auf jeden Fall auch sagen kann: Er ist auf jeden Fall noch mal ein ganz anderes Kaliber als unser anderer Carlos. Vom Wesen her sind sie beide sehr lieb, keine Frage. Aber er ist doch noch mal eine andere Hausnummer."
Als Florian dann die Weibchen in das gegenüberliegende Gehege lässt, geben sich beide Seiten zunächst unbeeindruckt voneinander. "Elefant, Tiger & Co."-Sprecher Christian Steyer (79) ist sich jedoch sicher: "Schon bald werden hier die Funken sprühen."
Die komplette Folge von "Elefant, Tiger & Co." gibt es als Video-on-Demand in der ARD-Mediathek.
Titelfoto: Zoo Leipzig

