Katarina Witt im Riverboat: "Bei vollem Training gab's nur noch Reis mit Zitrone und Süßstoff"

Leipzig - Dass ein Leben als Profi-Sportler knallhart sein kann, ist allgemein bekannt - doch wie einschneidend der Alltag manchmal wirklich abgelaufen ist, hat Katarina Witt (58) im Riverboat berichtet.

Katarina Witt (58) war am Freitagabend zu Gast im Riverboat. (Archivbild)
Katarina Witt (58) war am Freitagabend zu Gast im Riverboat. (Archivbild)  © Georg Wendt/dpa

"Es gab hinter den Kulissen auch nicht so lustige Momente", stellte Moderator Klaus Brinkbäumer (57) am Freitagabend in der MDR-Talkshow fest und brachte auch gleich ein passendes Beispiel an: "Es gibt den Bericht eines IMs und dort heißt es über Sie, Katarina, obwohl das Optimal-Gewicht 52 Kilo betragen soll, wog die W - steht natürlich für Witt - nach der Rückkehr von Kuba 56,5 Kilo."

Die Eiskunstläuferin sei damals nach einer zweiwöchigen Auszeichnungs-Reise für Athleten auf die Karibik-Insel wegen der Gewichtszunahme getadelt worden und habe nicht bei der Schaulauf-Tournee zum DDR-Jahrestag mitmachen dürfen.

Zudem habe Trainerin Jutta Müller (†94) eine strenge Diät für ihren Schützling angeordnet: "Sie darf täglich nur 500 Gramm gekochten Reis zu sich nehmen", las Brinkbäumer weiter vor.

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Die 58-Jährige erinnerte sich daraufhin: "Ich kam wirklich zurück und Frau Müller guckt mich an und sagt: 'Bist du dick geworden', ich sage, 'Nö, auf keinen Fall'."

Die Chemnitzer Eiskunstlauf-Trainerin Jutta Müller (l.) bei den Olympischen Spielen 1984 in Sarajevo mit Goldmedaillengewinnerin Katarina Witt.
Die Chemnitzer Eiskunstlauf-Trainerin Jutta Müller (l.) bei den Olympischen Spielen 1984 in Sarajevo mit Goldmedaillengewinnerin Katarina Witt.  © Wolfgang Thieme/dpa

Witt: "Das war furchtbar und das war schon eine schwierige Zeit"

Allerdings habe die Waage fünf Kilo mehr angezeigt - "und dann gab's wirklich bei vollem Training nur noch Reis und der war nur mit Zitrone und mit Süßstoff. Also das war ganz eklig, das war furchtbar und das war schon eine schwierige Zeit", dachte Witt zurück.

Doch ihr Vater habe eingegriffen: "Da kam dann tatsächlich auch mal mein Papa ins Eisstadion und hat gesagt: 'Also entweder ihr gebt meiner Tochter was zu essen oder ich nehme sie jetzt mit nach Hause."

Auf Brinkbäumers Frage, ob die 58-Jährige denn heute noch Reis esse, konnte sie sogar antworten: "Ja, doch, wieder."

Titelfoto: Georg Wendt/dpa

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