Klartext über Raab-Comeback: RTL-Boss findet deutliche Worte und räumt schwere Fehler ein

Köln - Im Herbst 2024 kehrte Stefan Raab (59) nach fast zehnjähriger Auszeit ins TV zurück. Auf den Millionendeal folgten diverse Quotenflops. Zwei Jahre später zieht der RTL-Chef ehrlich Bilanz - und gesteht Fehler ein.

RTL-Chef Stephan Schmitter (52) zieht nach zwei Jahren mit Stefan Raab (59) eine ehrliche Bilanz.  © Peter Kneffel/dpa

"Wir sind ja damals, als wir den Vertrag dann unterschrieben haben, sehr schnell gestartet", erklärte CEO Stephan Schmitter (52) im Gespräch mit "Der Standard". Gleich für fünf Jahre sicherte sich der Kölner Sender die Dienste und Ideen des Entertainers. 

Entsprechend euphorisch sei man die Sache damals auch angegangen - mit einer 90-minütigen Live-Show jeden Mittwochabend, die auch noch zweigeteilt war. "Uralter Fehler beim Fernsehen", gestand Schmitter: "Hybride Sendungen haben noch nie funktioniert."

Bei "Du gewinnst hier nicht die Million" hatte Raab versucht, Elemente im alten "TV total"-Stil und aus seinen Gameshows miteinander zu verbinden. Der Plan scheiterte krachend. Nach rund 30 Episoden wurde das Format schon wieder eingestampft.

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Auch andere Formate wie "Die Unzerquizbaren" fielen beim Publikum durch. "Wir haben zu viel ausprobiert, die Erwartungshaltung hochgedreht und dann haben sich natürlich alle draufgestürzt. Dann kriegst du halt links und rechts ein paar Watschen", so Schmitter.

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RTL setzt auf Altbewährtes: Zuschauer wollen Stefan Raab fallen sehen

Nach einigen Quotenflops hatte Raab zuletzt wieder für positive Schlagzeilen mit seinen Shows gesorgt.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Wie der RTL-Boss gegenüber "Der Standard" weiter deutlich machte, wurden aus diesen gravierenden Fehlern aber die richtigen Schlüsse gezogen. Inzwischen konzentriere man sich in Bezug auf die Personalie Stefan Raab wieder auf das Altbewährte. 

Schmitter merkte dazu vielsagend an: "Du musst solche Menschen, die eine ganze Epoche des Fernsehens geprägt haben, am Ende in die Situation bringen, die die Zuschauer auch erwarten." Doch was bedeutet das?

Den TV-Machern bei RTL sei klar geworden, was die Fans erwarten. Sie wollen Raab "im Wok den Eiskanal runtersegeln oder fallen sehen, wie bei der 'Jetski-WM' zuletzt", betonte Schmitter. "Dann sagen Leute: 'Jawohl, das ist der Raab, den ich gerne mag'!"

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Selbiges gelte auch für die Quizshow "Wer weiß wie wann was war?", die der Kölner an der Seite von Barbara Schöneberger (52) moderiert. Das Format entpuppte sich überraschend als Quotenhit und wurde jüngst sogar mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet.

"Du siehst, was geht, wenn du dich auf das besinnst, was man von ihm erwartet. Wenn du die Leute aber in andere Situationen bringst, nach dem Motto 'Wir brauchen neue Sachen', dann scheiterst du. Da haben wir jetzt viel gelernt", untermauerte Schmitter.

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