Schafft RTL zukünftig die Schauspieler ab? Kölner Privatsender geht bei beliebter Nachmittagssendung neue Wege

Köln - Wird RTL zukünftig auf Schauspieler verzichten und diese durch KI ersetzen? Immerhin lässt der Kölner Privatsender bei einer beliebten Nachmittagssendung inzwischen schon Künstliche Intelligenz die Arbeit echter Menschen übernehmen.

Mittels KI hat RTL Figuren, Handlungen und Urteile auf Basis früherer Folgen neu erfunden.  © Bildmontage: RTL / Constantin Entertainment

Seit dieser Woche laufen neue Folgen von "Ulrich Wetzel - Das Strafgericht" in denen die Macher Figuren, Handlungen und Urteile auf Basis früherer Folgen neu erfunden haben.

Unter anderem seien Verfahren für Bildbearbeitung, Sprachsynthese und Lipsync-Anpassungen zum Einsatz gekommen.

Das Beeindruckende daran: So ist aus einer freigesprochenen Angeklagten eine verurteilte Täterin, aus einem Mutter-Sohn-Verhältnis ein Geschwisterverhältnis geworden, oder ein anderer Täter gesteht die Tat und verändert damit das Urteil.

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Aufgrund der KI-Anpassungen habe der Kölner Privatsender jede Folge redaktionell verantworten und juristisch prüfen lassen.

"Erstmals zeigen wir im täglichen Grid, was generative KI heute schon leisten kann und was sie für die Zukunft des Erzählens bedeutet", erklärt Inga Leschek (48), Chief Content Officer bei RTL Deutschland in einer Pressemitteilung.

Mit "Das Strafgericht" gehe man bewusst einen aufgeschlossenen Schritt und mache damit die Möglichkeiten von KI für unser Publikum direkt erlebbar.

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Fünf Folgen "Das Strafgericht" gelten als Praxistest

Der Kölner Privatsender geht den nächsten Schritt bei seiner Initiative "RTL bring KI on Air".  © Thomas Banneyer/dpa

Die fünf Folgen, die allesamt in dieser Woche laufen, seien ein Praxistest von RTL unter realen Produktions- und Programmbedingungen. Damit wolle man erproben, wie sich bestehende Inhalte mithilfe von KI kreativ weiterentwickeln und zusätzliche Auswertungsmöglichkeiten erschließen lassen.

"Zugleich sehen wir ganz klar: Gute Geschichten entstehen auch künftig durch Ideen, Erfahrung und redaktionelle Verantwortung. Technologie erweitert unsere kreativen Werkzeuge. Das Ziel ist damit künftig schneller und effizienter Inhalte umzusetzen und für Streaming und Broadcast zu veröffentlichen", führt die 48-jährige Leschek weiter aus.

Die Folgen bilden den nächsten sichtbaren Schritt der Initiative "RTL bringt KI on Air". Ziel sei es, neue kreative Möglichkeiten zu erschließen, Produktionsabläufe weiterzuentwickeln und gemeinsam mit Produktionspartnern verantwortungsvoll Erfahrungen für den künftigen Einsatz von KI im Entertainment zu sammeln.

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