Köln - Seit einigen Monaten machen RTL und Sky gemeinsame Sache. Unter anderem übertragen beide die Formel 1. Doch jetzt nimmt der Kölner Privatsender an den Übertragungen Änderungen vor.
Denn in dem Podcast des österreichischen "Standard" kündigt RTL-Geschäftsführer Stephan Schmitter (52) Sparmaßnahmen an.
Vor allem bei Sportproduktionen wolle man künftige kostenbewusster vorgehen.
"Bisher ist es ja so, wenn du ein Formel-1-Rennen auf RTL siehst und gleichzeitig auf Sky, dann produzieren das zwei unterschiedliche Crews - die RTL-Crew, die wir alle seit 20, 30 Jahren kennen, und die Sky-Crew. Das wird natürlich in der nächsten Saison anders sein", erklärt der CEO.
Die Rechte liegen für die Saison bei Sky, RTL darf aber ausgewählte Rennen im Free-TV zeigen. Interessant wird es dann ab 2028, wenn die Rechte für den deutschen Markt neu vergeben werden.
Für den Kölner Privatsender berichten die Urgesteine Moderator Florian König (59), Interviewer Kai Ebel (62) sowie die Kult-Kommentatoren Heiko Waßer (69) und Christian Danner (68) sowie Experte Günther Steiner (61) von der Strecke.
Veränderungen auch bei der Fußball-Bundesliga
Bei Sky besteht das Team aus Moderator Peter Hardenacke (51), Sandra Baumgartner (44), die für die Interviews zuständig ist, und Sascha Roos (54), der im Wechsel mit Ralf Schumacher (51) beziehungsweise Timo Glock (44) die Rennen kommentiert.
Wie es sich in der kommenden Saison verhält, lässt der RTL-Geschäftsführer aber noch offen.
Fakt sei jedoch, dass es Veränderungen geben werde und dass man "doppelte Verträge" "harmonisieren" wolle.
Auch bei der Übertragung der Fußball-Bundesliga, wo beide Sender aktuell am Samstagabend das Top-Spiel der 2. Liga parallel zeigen, solle es Veränderungen geben.
"Du kannst aus diesem ganzen Zusammenlegen – ob Bundesliga, Formel 1 – riesige Ressourcen aus der Sportproduktion holen, weil du nur noch ein Signal produzierst. Denn die Kosten sind hoch, wenn du zwei Signale produzierst", macht Schmitter abschließend klar.