Ermittlungen im Rocker-Milieu: Dieser "Tatort" wird immer wieder ausgebremst
Zürich - Eigentlich wollte Sophia Cancellara (Jeanne Devos, 42) ein neues Leben mit ihrer Tochter Nadja (Stella Alraun, 16) beginnen. Doch dann wird die Besitzerin einer kleinen Wäscherei erschlagen. Im "Tatort: Frei wie ein Adler" finden die Ermittlerinnen schnell zwei mögliche Täter, doch ganz so einfach ist es dann doch nicht. Am heutigen Sonntag läuft der Fall um 20.15 Uhr im Ersten.
Sophia Cancellara wollte Zürich verlassen, bevor ihr Ex-Mann und Rocker-Chef Simon Bärfuss (Ronald Zehrfeld, 49) aus der Haft entlassen wird. Er kommt allerdings früher auf freien Fuß und einen Tag später wird Cancellaras Leiche gefunden.
Ein Zufall? Wohl kaum! Davon sind die Kommissarinnen Isabelle Grandjean (Anna Pieri Zürcher, 47) und Tessa Ott (Carol Schuler, 39) überzeugt. Auch seine Tochter Nadja traut ihm den Mord zu.
Doch es gibt mit Jacob Göldi (Benjamin Raue, 24) noch einen zweiten Verdächtigen mit einem Motiv. Mit dem geplanten Umzug des Opfers hätte Göldi seinen Job verloren. Am Tag vor dem Mord war er deshalb in der Wäscherei total ausgerastet.
Als wäre die Suche nach dem Täter mit den vielen Ungereimtheiten nicht schon anspruchsvoll genug, wird dann auch noch Nadja entführt.
Lohnt sich das Einschalten beim neuen "Tatort" aus Zürich?
Nicht wirklich. Der "Tatort" ist leider nicht ansatzweise so aufregend wie eine Ausfahrt auf einem Motorrad.
Zwischenzeitlich nimmt der Fall zwar an Fahrt auf, aber dann wird er - zum Beispiel durch nervige Dialoge über gestohlenes Essen aus der Büro-Küche - doch wieder stark ausgebremst.
Der einzige Lichtblick in diesem Fall ist die Figur des Jacob Göldi. Trotz seiner Beeinträchtigung bekommt er keine Sonderrolle.
"Jacob wird von der Polizei genauso ernst genommen wie andere Verdächtige. Er kann freundlich sein, aber auch wütend werden und Fehler machen. Menschen mit Trisomie 21 sind genauso unterschiedlich wie alle anderen Menschen – und genau diese Vielfalt möchte ich auch als Schauspieler zeigen", sagt Benjamin Raue im ARD-Interview.
Ein wichtiges Zeichen in der heutigen Zeit.
Titelfoto: SRG SSR/Pascal Mora

