Zweiter Teil der Auftakt-Doppelfolge: Warum der neue "Tatort" aus Kiel so stark ist

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Kiel - Alles deutet beim Tod der Kommissarin Anna Nowak (Lilith Stangenberg, 38) auf einen Unfall hin. Doch ihre Kollegin und beste Freundin Mila Sahin (Almila Bagriacik, 36) ist überzeugt: Es war Mord! Im "Tatort: Unter Feinden", der Fortsetzung von "Unter Freunden", ermittelt sie auf eigene Faust weiter. Am heutigen Sonntag um 20.15 Uhr ist der Krimi im Ersten zu sehen.

Mila Sahin (Almila Bagriacik, 36, l.) und Elli Krieger (Karoline Schuch, 44) arbeiten aus der Not heraus zusammen.
Mila Sahin (Almila Bagriacik, 36, l.) und Elli Krieger (Karoline Schuch, 44) arbeiten aus der Not heraus zusammen.  © NDR/Thorsten Jander

Der neue Leiter der Mordkommission, Robert Iwersen (Yorck Dippe, 57), stellt nämlich die Ermittlungen zum Fall "Prometheus" ein, bei dem auch die Buchhalterin Francesca Polidoro (Julia Goldberg, 39) ermordet wurde.

Sahin gegenüber will er den wahren Grund nicht verraten, doch sie vermutet Angst oder Korruption dahinter.

Offiziell wird nicht mehr ermittelt, weil Nowak gegenüber der Polizeipsychologin Elli Krieger (Karoline Schuch, 44) ihr Drogenproblem offenbart hatte. Daher wird der Fall als Drogenunfall zu den Akten gelegt.

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Die emotional aufgeladene Sahin ist entsetzt, dass die Psychologin ihrer Freundin nicht geholfen und stattdessen an den Vorgesetzten verraten hat. Sie wirft Krieger vor: "Man kann mit Ihnen nicht reden. Sie stellen nur diese dämlichen Fragen."

Dennoch ist die Kommissarin schon bald auf die Hilfe der distanziert wirkenden Kollegin angewiesen. Beide geraten in tödliche Gefahr.

Lohnt sich das Einschalten beim "Tatort" aus Kiel?

Robert Iwersen (Yorck Dippe, 57) hat seine Gründe, warum er die Ermittlungen behindert.
Robert Iwersen (Yorck Dippe, 57) hat seine Gründe, warum er die Ermittlungen behindert.  © NDR/Thorsten Jander

Definitiv. Der zweite Teil ist sogar noch spannender als der erste. Das liegt vor allem daran, weil Elli Krieger mehr in den Vordergrund rückt. Dabei wirkt die Polizeipsychologin äußerst geheimnisvoll.

"Das war mir auch total wichtig, nicht sofort alles, was sie privat umtreibt, zu erzählen. Und trotzdem spürt man ja, gerade am Ende des zweiten Films, dass da etwas in ihr schlummert, das Potenzial für viele weitere Erzählungen birgt – eine gewisse Abgründigkeit und ein Fatalismus, der sich hoffentlich in den nächsten Fällen weiter abbilden kann", erklärt Karoline Schuch dem NDR.

Die Schauspielerin ist auch in Wirklichkeit Diplompsychologin. Das Studium habe ihr geholfen, sich in dem ganzen Kosmos leichter zurechtzufinden.

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In "Unter Feinden" ist diese neue Perspektive äußerst erfrischend und weicht von den klassischen Krimis ab. "Es ist uns als Team ein großes Anliegen, durch diesen psychologischen Ansatz vielleicht ein gewisses Alleinstellungsmerkmal in der Landschaft der vielen Kriminalfilme zu schaffen", so Schuch.

Titelfoto: NDR/Thorsten Jander

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