Ungetestet im Verkauf: Warum Supplements ein Gesundheitsrisiko sein können

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Leipzig - Proteine, Kreatin, Vitamine und vieles mehr gehören bei vielen Hobby- und Wettkampfsportlern einfach dazu. Warum das alles nicht ganz ungefährlich ist, erfahrt Ihr in der neuen "exactly"-Folge.

Luke Epping (21) gibt monatlich etwa 120 Euro für Supplements aus.
Luke Epping (21) gibt monatlich etwa 120 Euro für Supplements aus.  © MDR/Linda Süß

Die Fitnessbranche boomt, und Nahrungsergänzungsmittel werden unter den Hobby- und Profisportlern immer beliebter. So auch bei Luke Epping (21) aus Taucha bei Leipzig.

Monatlich gibt der 21-Jährige etwa 120 Euro für Supplements, wie Kreatin, Beta Alanin, Amino Liquid, Eiweißpulver, Booster, Omega 3 und noch mehr aus.

Damit möchte er sich körperlich immer weiter steigern. "Ein Limit kenne ich da nicht, ich will gucken, wie weit es geht", erzählt er.

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Seine Entwicklung alleine im letzten Jahr ist rasant. 20 Kilo hat Luke durch den Sport zugenommen. Trotzdem: "Man guckt in den Spiegel und kommt sich immer zu dünn vor."

Der Sachse gibt zu, dass er sich bei einigen seiner Ergänzungsmittel nicht immer an die vorgegebenen Mengenangaben hält. Getreu dem Motto 'viel hilft viel'?

Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln springen auf den steigenden Fitness-Hype auf, was auch Probleme mit sich birgt. Denn die Supplemente unterliegen keinen strengen Prüfungen oder einer Zulassung, bevor sie auf dem Markt landen.

Was tatsächlich drin ist, wird vorher nicht geprüft und auch im Nachhinein gibt es lediglich stichprobenartige Kontrollen.

Die Auswahl an Nahrungsergänzungsmitteln im Sport-Bereich ist riesig.
Die Auswahl an Nahrungsergänzungsmitteln im Sport-Bereich ist riesig.  © MDR/Ilko Eichelmann

Muskeln ohne Supplemente? Dazu raten Experten

Yul Oeltze (32) ist Profisportler. Für ihn gehören die Supplemente zum Training dazu.
Yul Oeltze (32) ist Profisportler. Für ihn gehören die Supplemente zum Training dazu.  © MDR/Ilko Eichelmann

Yul Oeltze (32) aus Magdeburg ist Profisportler. Er trainiert gerade für den nächsten Wettkampf: "Ich liebe das einfach."

Whey Protein, Kreatin, Zink, Eisen, Vitamine, Pre-Workout Booster - all das gehört für ihn zum Sport dazu. "Das ist meine tägliche Routine."

Schlechte Erfahrungen habe er selbst lediglich mit einem Produkt gemacht.

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Absolut nichts bei der Einnahme von Supplements hat sich hingegen bei Luca Merten getan, weshalb er diese komplett aus seinem Alltag gestrichen hat.

Alle wichtigen Proteine und Nährstoffe versucht er, über seine Ernährung zu sich zu nehmen.

Dazu raten übrigens auch Experten, lieber solle man mittels eines Bluttests herausfinden, was der Körper wirklich braucht.

Architekt Luca Merten aus Taucha ist der festen Überzeugung, dass man körperliche Bestform auch ohne Supplements hinbekommt. Er setzt auf eine ausgewogene Ernährung.
Architekt Luca Merten aus Taucha ist der festen Überzeugung, dass man körperliche Bestform auch ohne Supplements hinbekommt. Er setzt auf eine ausgewogene Ernährung.  © MDR/Ilko Eichelmann

Streaming-Tipp: Die "exactly"-Folge mit dem Titel: "Pumpen, Pulver, Profit: Milliardengeschäft mit Supplements" könnt Ihr schon jetzt in der ARD-Mediathek anschauen oder am Mittwoch, um 20.15 Uhr, im MDR.

Titelfoto: Montage: MDR/Linda Süß; MDR/Ilko Eichelmann

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