Was läuft da beim MDR? Darum geht Programmdirektor Jacobi

Leipzig - Ganz ohne Vorwarnung: Der MDR verabschiedete am gestrigen Dienstag mit sofortiger Wirkung seinen langjährigen Programmdirektor Wolf-Dieter Jacobi (54) - nach fast 30-jähriger Tätigkeit beim Sender. Die Nachricht überraschte selbst MDR-Mitarbeiter. Denn Jacobis zweite, fünfjährige Amtszeit als Programmdirektor endet erst im September 2021 (TAG24 berichtete).

Im Leipziger MDR-Funkhaus wurde am Dienstag Jacobis Abschied verkündet.
Im Leipziger MDR-Funkhaus wurde am Dienstag Jacobis Abschied verkündet.  © Holm Helis

"Nach so vielen sehr intensiven und erfolgreichen Jahren ist es ein guter Zeitpunkt, sich noch mal neu zu orientieren und im Leben auch andere Prioritäten zu setzen", so Jacobi in der offiziellen Mitteilung. 

Ungewöhnlich: Jacobi spricht von einer "gemeinsamen Entscheidung", die er mit Intendantin Karola Wille (61) getroffen habe.

Wille und Jacobi nutzten am Dienstag in Leipzig die erste Präsenzsitzung des Programmausschusses seit Beginn der Corona-Pandemie, um den Abschied zu verkünden. 

Wille lobte: "Wolf-Dieter Jacobi hat in all den Jahren immer wieder Impulse gesetzt und maßgeblich mit dazu beigetragen, dass wir uns konsequent auf digitalem Kurs befinden. Er hat sich auch für die Neuaufstellung und die multimediale Entwicklung des KiKA eingesetzt." 

Auch in der ARD genieße er Respekt und große Wertschätzung.

Der gebürtige Bornaer, der schon lange in Radebeul lebt, ist seit Juli 1990 fürs Fernsehen tätig. Er begann als Sportreporter beim DDR-Fernsehen. Seit 1992 war der Diplomjournalist für den MDR tätig. 

Er moderierte den "SachsenSpiegel", leitete seit 2005 das Sportressort und trat 2011 seine erste Amtszeit als Programmdirektor an. Jacobis Job übernimmt ab heute kommissarisch seine Stellvertreterin Angela Tomschke. 

Wolf-Dieter Jacobi (54) prägte fast 30 Jahre lang in verschiedenen Positionen die Entwicklung des MDR.
Wolf-Dieter Jacobi (54) prägte fast 30 Jahre lang in verschiedenen Positionen die Entwicklung des MDR.  © MDR/ Marco Prosch/MDR Mitteldeutscher Rundfunk/obs

Schriftliche Nachfragen zu künftigen Tätigkeiten ließ Jacobi unbeantwortet.

Titelfoto: Montage: MDR/ Marco Prosch/Holm Helis

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