Anstieg bei Falschgeld in Baden-Württemberg: Achtung, Blüten werden nicht ersetzt

Von Anika von Greve-Dierfeld

Stuttgart - Vorsicht Falschgeld - die Zahl der im Südwesten sichergestellten Blüten ist in den vergangenen zwei Jahren deutlich in die Höhe geschnellt.

Hier sind gefälschte 20- und 50-Euro-Scheine zu sehen.
Hier sind gefälschte 20- und 50-Euro-Scheine zu sehen.  © Arne Dedert/dpa

In den Jahren 2023 sowie 2024 verzeichnete die Deutsche Bundesbank für Baden-Württemberg einen Anstieg um jeweils rund 28 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie das Landeskriminalamt (LKA) mitteilte. Demnach waren 2023 rund 56.600 und 2024 rund 72.400 falsche Euro-Banknoten im Umlauf.

Die Fallzahlen für die Ermittlungsverfahren bei diesem Delikt stiegen ebenfalls von 327 im Jahr 2022 auf 447 im Jahr darauf und 596 im vergangenen Jahr.

"Allerdings bleibt das Falschgeldaufkommen insgesamt auf niedrigem Niveau", wie eine LKA-Sprecherin sagte. "Rein rechnerisch entfielen in den letzten 3 Jahren durchschnittlich 8 falsche Banknoten auf 10.000 Einwohner."

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Es kann dennoch im Einzelfall richtig wehtun: Erst kürzlich blieb in Stuttgart ein Senior auf einem Batzen Falschgeld sitzen: Für Wertpapiere und Schmuck bezahlten Betrüger 160.000 Euro - in Blüten. Falschgeld wird nicht ersetzt. Einmal darauf reingefallen, ist es zu spät.

Scheine überprüfen - mit Geräten und gesundem Menschenverstand

Die Bundesbank rät dringend, sich bei solchen Bargeschäften genau die Wasserzeichen und andere Sicherheitsmerkmale auf den Scheinen anzuschauen, die Noten zu drehen und zu kippen und mit einer mitgebrachten Banknote zu vergleichen.

Auch sei es sinnvoll, ein Banknotenprüfgerät mitzubringen. "Wenn Sie Zweifel haben, lassen Sie die Banknote(n) von Ihrer Hausbank oder einer Filiale der Deutschen Bundesbank überprüfen", heißt es. Dem Handel empfiehlt die Bundesbank, Prüfgeräte einzusetzen, die nicht nur ein, sondern mehrere Merkmale auf Banknoten abchecken können.

Inwieweit falsche Banknoten in Depots oder privatem Besitz lagern - also nicht im Umlauf sind - ist laut LKA übrigens nicht zu sagen.

Titelfoto: Arne Dedert/dpa

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