Baden-Württemberg investiert Rekordsumme in Straßen und Brücken

Stuttgart - Baden-Württemberg schaltet bei der Sanierung seiner Verkehrswege einen Gang höher. Wie Verkehrsminister Winfried Hermann (73, Grüne) am Montag bei der Vorstellung des Sanierungsprogramms 2026 bekannt gab, investiert das Land in diesem Jahr einen Höchstwert von rund 500 Millionen Euro in den Erhalt von Straßen und Brücken.

Baden-Württemberg steckt so viel Geld wie noch nie in den Erhalt von Straßen und Brücken. (Symbolfoto)  © Shireen Broszies/dpa

Angesichts alternder Bauwerke und der Belastung durch schweren Lastwagenverkehr bleibt das Motto im Straßenbau weiterhin der Erhalt vor Aus- und Neubau. Geplant ist, landesweit über 310 neue Projekte zu starten, um die Substanz des Verkehrsnetzes langfristig zu sichern. Das Mammutprogramm umfasst unter anderem die Erneuerung von knapp 450 Kilometern Fahrbahndecke sowie die Instandsetzung von mehr als 180 Bauwerken.

Ein besonderes Augenmerk liegt laut dem Verkehrsministerium dabei auf innovativen Bauweisen, um die Belastung für die Verkehrsteilnehmer zu minimieren. Ein prominentes Beispiel im Regierungsbezirk Stuttgart ist die Murrbrücke bei Marbach am Neckar.

Diese soll als Pilotprojekt in sogenannter Fertigteilbauweise innerhalb von nur 75 Tagen komplett ersetzt werden. Solche Projekte sollen langwierige Baustellenzeiten und damit verbundene Staus deutlich verkürzen.

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Darauf stützt sich die Finanzierung in Baden-Württemberg

Neben großen Brückenmodernisierungen fließen die Mittel auch in die Sicherheit von Böschungen und Radwegen. So ist beispielsweise im Sommer die Sanierung eines Radwegs entlang der L1185 in Böblingen geplant.

Die Finanzierung des Gesamtpakets stützt sich sowohl auf Bundes- als auch auf Landesmittel, wobei auch Gelder aus dem Sondervermögen für Infrastruktur genutzt werden.

Trotz dieser Rekordinvestition bleibt der Sanierungsbedarf im Südwesten gewaltig, da allein jede zehnte Brücke im Land als altersbedingt sanierungsbedürftig eingestuft wird.

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