Von David Nau
Sigmaringen/Berlin - Weil für die neuen Rekruten des Wehrdienstes mehr Platz benötigt wird, will die Bundeswehr eine ehemalige Kaserne in Baden-Württemberg möglicherweise wieder reaktivieren.
Einer von acht möglichen Standorten in Deutschland sei die ehemalige Graf-Stauffenberg-Kaserne mit dem dortigen Standortübungsplatz, teilte das Bundesverteidigungsministerium in Berlin mit.
Das Gelände eigne sich aufgrund seiner Lage, seiner Infrastruktur und seiner Kapazitäten besonders gut für den neuen Wehrdienst, hieß es. Eine finale Entscheidung über die Reaktivierung sei aber noch nicht getroffen. Man gehe bei den Planungen nun in die nächste Phase.
Man werde mit allen relevanten Akteuren die Möglichkeiten und Herausforderungen einer zukünftigen Nutzung vor Ort erörtern, teilte das Ministerium mit.
Die Stadt Sigmaringen begrüßte das Interesse der Bundeswehr an der ehemaligen Kaserne. Stadt und Gemeinderat wünschten sich eine Wiederansiedlung der Bundeswehr, sagte Bürgermeister Marcus Ehm. Wie man mit der Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge umgehe, die auf Teilen des Areals untergebracht sei, müssten Bund und Land klären, teilte die Stadt mit.