Nur noch drei Punkte Abstand: Umfrage verspricht Zitterpartie bei Landtagswahl

Von Carla Benkö, Bettina Grachtrup

Stuttgart/Berlin - Kurz vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg haben die Grünen auch in einer neuen Insa-Umfrage aufgeholt.

Die Spitzenkandidaten Cem Özdemir (60, Grüne, l.) und Manuel Hagel (37, CDU) kämpfen um das Amt des Ministerpräsidenten.
Die Spitzenkandidaten Cem Özdemir (60, Grüne, l.) und Manuel Hagel (37, CDU) kämpfen um das Amt des Ministerpräsidenten.  © Marijan Murat/dpa

Zwar liegt die CDU mit 27 Prozent nach wie vor vorne, wie die Befragung im Auftrag der "Bild" ergab. Sie verlor aber im Vergleich zur Insa-Umfrage vom 23. Februar einen Punkt, während die Grünen um zwei Punkte auf 24 Prozent zulegten. Ein ähnlicher Trend hatte sich schon in zwei Umfragen von Infratest und Forschungsgruppe Wahlen gezeigt, die in der vergangenen Woche veröffentlicht worden waren.

Damit bleibt der Ausgang der Wahl am Sonntag spannend. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (77, Grüne) tritt nach 15 Regierungsjahren nicht wieder an.

Realistische Chancen auf seine Nachfolge haben sowohl Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir (60) als auch CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel (37). Seit 2016 wird Baden-Württemberg von einer grün-schwarzen Koalition regiert.

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In der repräsentativen Insa-Umfrage liegt die AfD im Vergleich zur vorigen Insa-Befragung unverändert bei 20 Prozent - sie wäre damit im Landtag in Stuttgart mit Abstand stärkste Opposition, falls Grüne und CDU zusammen weiterregieren. Keine andere Partei will mit ihr zusammen regieren.

FDP und Linke wären laut Insa ebenfalls im Landtag

Am Sonntag entscheidet sich, welche Parteien es in den Landtag in Stuttgart schaffen.
Am Sonntag entscheidet sich, welche Parteien es in den Landtag in Stuttgart schaffen.  © Bernd Weißbrod/dpa

Die SPD verliert im Vergleich zur Umfrage vom Februar einen Punkt und steht jetzt bei 9 Prozent. Die FDP wäre mit unverändert 6 Prozent ebenfalls im Parlament vertreten. Die Linke verliert einen Punkt auf 6 Prozent und würde es somit ebenso über die Fünf-Prozent-Hürde schaffen.

Befragt wurden laut Insa 1000 Menschen online zwischen dem 24. Februar und dem 3. März. Die Fehlertoleranz beträgt plus/minus 3,1 Prozentpunkte. Wahlumfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten.

Umfragen spiegeln grundsätzlich nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang.

Titelfoto: Marijan Murat/dpa

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