Von Magdalena Henkel
Freiburg - Nach dem tödlichen Badeunfall eines internationalen Studenten in einem Freiburger See hat das Studierendenwerk Freiburg-Schwarzwald Schwimmkurse für Studierende ins Leben gerufen.
Das Angebot stieß dem Studierendenwerk zufolge auf großes Interesse. 120 Teilnehmer lernen nun bis zum Sommer in verschiedenen Bädern in Freiburg schwimmen - die meisten von ihnen mit internationalem Hintergrund.
Der Geschäftsführer des Studierendenwerks, Clemens Metz, ist der Initiator des Angebots. Man sei tief bewegt davon gewesen, dass fehlende Schwimmfähigkeiten junge Menschen in lebensbedrohliche Situationen bringen, hieß es von Metz.
Weil er das verhindern wolle, habe er das Kursangebot angeschoben. Metz selbst gibt einen Teil der Kurse.
In Zusammenarbeit mit der Keidel Therme, den Regio Bädern sowie dem Amt für Migration und Integration wurden insgesamt 13 Kurse organisiert. Sie stehen allen Studierenden offen.
Schwimmkurse richten sich hauptsächlich an internationale Studenten
"Es gibt Menschen, die können nicht Fahrradfahren. Es gibt Menschen, die können nicht schwimmen", so Metz. Gerade bei internationalen Studierenden sei es so, dass viele aus Ländern und Kulturen kommen, in denen Schwimmen nicht zum Alltag gehört und es dort daher nicht gelernt wird.
"Insofern ist das überhaupt kein Grund, eine negative Perspektive darauf zu haben. Mit der Sicherheit im Wasser, das ist auch ganz schnell hergestellt", so Metz.
Vergangenes Jahr war ein ausländischer Student im Flückigersee in Freiburg untergegangen und gestorben. Er soll Nichtschwimmer gewesen sein.
Ein Jahr zuvor war ein 24-Jähriger im selben See ertrunken. Bekannte des jungen Mannes gaben der Polizei zufolge an, dass er nicht schwimmen konnte. Da seine Begleiter ebenfalls nicht schwimmen konnten, konnten sie ihn nicht retten.