Streik in Bayern: ÖPNV-Nutzer müssen sich auf starke Einschränkungen einstellen
München - Heute und am Samstag bleiben viele Busse, Trams und U-Bahnen in Bayern stehen. In 13 Städten hat der von der Gewerkschaft Verdi ausgerufene zweitägige Warnstreik begonnen, wie Branchenkoordinatorin Katharina Wagner bestätigt. Zur Stärke der Auswirkungen lasse sich am frühen Morgen noch wenig sagen, sie sei mit dem Start aber zufrieden.
Betroffen sind die fünf größten bayerischen Städte München, Nürnberg, Augsburg, Regensburg und Ingolstadt; zudem Fürth, Bamberg, Passau, Landshut, Schwabach, Bayreuth, Schweinfurt und Dachau.
Die Aktionen sind Teil einer bundesweiten Aktion der Gewerkschaft in der aktuellen Tarifrunde, auch in den meisten anderen Bundesländern wird gestreikt.
Die Nutzer des ÖPNV in den betroffenen Städten müssen sich seit Schichtbeginn am Freitag bis zum Dienstende in der Nacht von Samstag auf Sonntag auf starke Einschränkungen einstellen.
In den größeren Städten ist zudem im Berufsverkehr auch mit Staus auf den Straßen zu rechnen.
Kein kompletter Stillstand in Bayern
Kompletten Stillstand bedeutet der Streik in der Regel allerdings nicht: Wie schon in den vorhergehenden Streiks sind S-Bahnen, Regionalbahnen und Regionalbusse nicht betroffen, da sie von anderen Unternehmen betrieben werden.
Dies gilt häufig auch für einen Teil des Stadtbusnetzes - von Ort zu Ort aber in unterschiedlichem Maß. In München fuhren am frühen Morgen laut dortiger Verkehrsgesellschaft MVG beispielsweise etwa die Hälfte der Busse. Die meisten Verkehrsunternehmen haben Notfahrpläne im Busnetz angekündigt. In Ingolstadt erwartete Verdi dagegen die vergleichsweise geringsten Einschränkungen.
Ob Trams und U-Bahnen fahren, ist in den Städten mit diesen Verkehrsmitteln unterschiedlich geregelt. In München hängt es von der Streikbeteiligung ab, ob im Tagesverlauf einzelne Linien angeboten werden, am Morgen gab es laut MVG allerdings noch keinen Betrieb.
In Augsburg meldeten die Stadtwerke dagegen am Morgen, dass Busse und auch Trams im Depot bleiben. Auch in Nürnberg ist geplant, U- und Trambahnen im Depot zu lassen.
Titelfoto: Peter Kneffel/dpa

