Tödliches Reisebus-Drama auf Autobahn: Polizei gibt weitere Details bekannt
Buchloe - Einen Tag nach dem schweren Reisebus-Unglück auf der A96, bei dem im schwäbischen Landkreis Ostallgäu zwei Personen ums Leben kamen, hat die Polizei nun weitere Details bekannt gegeben.
Konkret sprechen die Ermittler – neben den beiden noch vor Ort Verstorbenen – von 13 leicht und 17 schwer verletzten Insassen.
Offenbar kam der Reisebus aus Italien ohne Fremdverschulden nach rechts von der Fahrbahn ab. Dabei kippte das Fahrzeug um.
"Bei einem der Toten handelt es sich um einen 58-jährigen philippinischen Staatsangehörigen. Die zweite tote Person konnte gestern in den Abendstunden noch identifiziert werden", teilte das Polizeipräsidium Oberbayern Nord am Montagmittag mit.
"Dabei handelt es sich um eine 27-jährige philippinische Staatsangehörige, welche in Italien wohnhaft war."
Die restlichen Verletzten seien laut aktuellen Informationen alle außer Lebensgefahr, hieß es weiter. Am Sonntagnachmittag war noch von einem lebensgefährlich verletzten Unfallopfer die Rede.
Von Mailand auf dem Weg zum Oktoberfest
Eine philippinische Regierungsdelegation soll am Montag aus Frankfurt anreisen, um sich selbst ein Bild der Lage zu machen und möglicherweise Kontakt zu den Betroffenen aufzunehmen.
Die Staatsanwaltschaft Augsburg hat ein unfallanalytisches Gutachten in Auftrag gegeben. Dabei sollen vor allem Unfallursache und Unfallhergang festgestellt werden.
Der Vorfall ereignete sich am Sonntag gegen 6 Uhr morgens auf der A96 zwischen München und Memmingen im Gemeindebereich Igling. 35 Personen befanden sich zum Zeitpunkt des Unfalls auf der A96 in dem Fahrzeug.
Laut Polizeiangaben war die Gruppe von Mailand kommend auf dem Weg zum Oktoberfest. Dort fand am Samstag und Sonntag das sogenannte "Italiener-Wochenende" statt. Dabei werden traditionell am zweiten Fest-Wochenende immer zahlreiche Besucher aus dem Stiefel-Land erwartet.
Zur möglichen Unfallursache konnten bislang noch keine Einschätzungen abgegeben werden. Es wird weiter ermittelt.
Titelfoto: NEWS5 / Lars Haubner

