Reisebus umgekippt: Zwei Tote und mehr als zwei Dutzend Verletzte auf A96
Buchloe - Bei einem schweren Verkehrsunfall mit einem Reisebus im schwäbischen Landkreis Ostallgäu sind zwei Personen getötet worden. Ein weiterer Mensch wurde laut ersten Einschätzungen so schwer verletzt, dass er in Lebensgefahr schwebt.
Das Unglück, bei dem der Reisebus mit italienischer Zulassung umkippte, geschah am Sonntagmorgen kurz nach 6 Uhr auf der A96 zwischen München und Memmingen.
Bei einem der Toten handelt es sich um einen männlichen 58-Jährigen. Die zweite tote Person konnte noch nicht identifiziert werden. Wie die Polizei mitteilte, seien neben den beiden Todesopfern auch mehrere Menschen verletzt worden.
Wie viele Personen genau ist noch unklar. Als grobe Einordnung spricht die Polizei von etwa 25 Verletzten - die Zahl könne sich noch erhöhen.
Nach aktuellen Einschätzungen wurde ein Großteil überwiegend leicht verletzt, acht Personen erlitten jedoch schwere Verletzungen. Insgesamt hätten etwa 35 Personen im Bus gesessen.
Anfangs ging man noch von rund 50 Reisenden aus. Laut Angaben ist der Bereich zwischen den Ausfahrten Buchloe-Ost und Landsberg am Lech-West betroffen.
Die Autobahn wurde in beide Fahrtrichtungen gesperrt. Etwa 130 Rettungskräfte der Feuerwehr, 130 Sanitäter und etwa 20 Polizisten, sowie neun Rettungshubschrauber waren vor Ort.
Reisegruppe befand sich auf dem Weg zum Münchner Oktoberfest
Das Fahrzeug war in Fahrtrichtung München unterwegs und ohne Beteiligung von weiteren Fahrzeugen nach rechts von der Straße abgekommen, kippte dort am Fahrbahnrand um und blieb in einem Graben an der A96 liegen.
Laut Martin Cornils, Dienststellenleiter der Verkehrspolizeiinspektion Fürstenfeldbruck, war die Gruppe von Mailand kommend auf dem Weg zum Oktoberfest. Dort findet das traditionelle sogenannte "Italiener-Wochenende" mit zahlreichen Besuchern aus dem Stiefel-Land statt.
Und er fügte an: "Es war eine geschlossene Reisegruppe, die aus philippinischen Staatsangehörigen bestand, die in Mailand ansässig sind. So die jetzigen Informationen."
In einer früheren Fassung hieß es – basierend auf ersten offiziellen Meldungen – dass der Bus von Zürich nach Mailand unterwegs gewesen wäre und einen Zwischenstopp auf der Wiesn einlegen wollte. Cornils hat dies in einem späteren Statement korrigiert.
Zur Identität der Toten und Verletzten lagen am Sonntagmorgen zunächst noch keine Informationen vor. Der Autobahnabschnitt wird vermutlich bis etwa zur Mittagszeit gesperrt bleiben. Die Staatsanwaltschaft hat unfallanalytische Gutachten in Auftrag gegeben.
Erstmeldung: 8.11 Uhr. Letzte Aktualisierung: 15.33 Uhr.
Titelfoto: NEWS5 / Lars Haubner

