Berlin - Zwei Jahre nach ihrer Einrichtung hat die Anlaufstelle für von Gewalt betroffene Frauen am Berliner Ostbahnhof mehr als 300 Fälle bearbeitet.
Seit dem Start im August 2024 hätten speziell geschulte Bundespolizistinnen 313 Sachverhalte betreut, bei denen Menschen Gewalt erfahren hätten oder sich bedroht fühlten, teilte die Bundespolizei am Freitag mit.
Die Anlaufstelle war zunächst als Pilotprojekt eingerichtet worden und ergänzt den polizeilichen Opferschutz in Berlin. Wegen der Nachfrage wurde das Angebot im September 2025 um zwei Jahre verlängert.
Betroffene können sich dort in einem eigens vorgesehenen Beratungsraum an die Bundespolizei wenden, Unterstützung erhalten und gegebenenfalls Anzeige erstatten. Das Angebot richtet sich dabei nicht ausschließlich an Frauen.
Die Bundespolizistinnen arbeiten nach Angaben der Behörde eng mit der Berliner Polizei und Opferhilfeeinrichtungen zusammen.
Die Beratungsstelle ist telefonisch unter der 030 29777 9-59 und per E-Mail erreichbar. In akuten Gefahrensituationen können Betroffene den Polizeinotruf 110 wählen.