Berlin sprudelt wieder, doch 35 Brunnen bleiben in diesem Jahr trocken!

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Von Michael Brandt

Berlin - In Berlin nehmen die Brunnen nach und nach immer mehr ihren Betrieb auf. Doch nicht alle kommen in den Genuss: Einige bleiben das ganze Jahr über trocken.

Berlins Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (47, SPD) ist auch Aufsichtsratsvorsitzende der Berliner Wasserbetriebe.
Berlins Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (47, SPD) ist auch Aufsichtsratsvorsitzende der Berliner Wasserbetriebe.  © Britta Pedersen/dpa

184 von insgesamt 234 Zier- und Springbrunnen, Fontänen oder Wasserläufe in elf Berliner Bezirken gehen bis Mitte Mai schrittweise in Betrieb. Das teilten die Berliner Wasserbetriebe bei der Saisoneröffnung im Bezirk Marzahn-Hellersdorf mit.

"Das ist wichtig für das Zusammenleben von fast vier Millionen Menschen hier in der Stadt", sagte Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (47, SPD), die auch Aufsichtsratsvorsitzende der Wasserbetriebe ist. Die Wasseranlagen tragen demnach auch zur Luft- und Lebensqualität bei.

Die Berliner Wasserbetriebe sind für den Betrieb, die Säuberung und die Wartung von den 234 Zierbrunnen, Planschen und anderen Wasseranlagen der Hauptstadt mit Ausnahme von Mitte zuständig. 50 davon würden langfristig saniert, sagte Sprecher Stephan Natz.

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35 dieser Brunnen, wie etwa der Weltkugelbrunnen am Berliner Breitscheidplatz, auch Wasserklops genannt, oder der Brunnen am Strausberger Platz, blieben in diesem Jahr trocken, weil die Sanierungsarbeiten aufwendiger seien oder sie in Baustellen stünden.

Brunnen-Kosten bei etwa drei Millionen Euro

Aus den Brunnen sollte nur Wasser entnommen werden, wenn sie ausdrücklich mit Trinkwasserschildern gekennzeichnet sind.
Aus den Brunnen sollte nur Wasser entnommen werden, wenn sie ausdrücklich mit Trinkwasserschildern gekennzeichnet sind.  © Britta Pedersen/dpa

Vor Betriebsstart müssen kleine Reparaturen etwa bei Dichtungen, Düsen, Sicherungen oder gelegentlich auch Pumpen durchgeführt werden, erklärte Natz. Zudem würden die Brunnen täglich kontrolliert. Die Kosten für den Betrieb, den Strom und das Wasser beliefen sich insgesamt auf etwa drei Millionen Euro jährlich.

Die meisten Brunnen stehen nach Angaben der Wasserbetriebe im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg mit 60 Anlagen. 17 davon sind demnach Tiefbrunnen, die Grundwasser fördern. Marzahn-Hellersdorf liege mit 38 Wasseranlagen auf Platz zwei.

Neben Zierbrunnen gibt es in Berlin auch 2091 sogenannte Schwengelpumpen, die als Notbrunnen fungieren, und 238 Trinkbrunnen, die die Wasserbetriebe betreuen.

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Nur aus mit Schildern gekennzeichneten Brunnen dürfe auch getrunken werden – aus anderen Anlagen dagegen nicht.

Titelfoto: Britta Pedersen/dpa

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