Wahnsinn auf vier Rädern: Polizei zieht Schrottkarre auf A100 aus dem Verkehr

Berlin - Die Polizei zieht immer wieder nicht verkehrstaugliche Fahrzeuge aus dem Verkehr, aber dieser Transporter setzt dem Ganzen wohl die Krone auf.

Das Wort "Rostlaube" muss man bei diesem Schrecken auf vier Rädern in der Tat wörtlich nehmen.
Das Wort "Rostlaube" muss man bei diesem Schrecken auf vier Rädern in der Tat wörtlich nehmen.  © Twitter/Polizei Berlin (Bildmontage)

In Berlin sind die Beamten nämlich auf eine echte Rostlaube aufmerksam geworden, bei der das "kaputte Rücklicht das kleinste Problem" war, wie die Behörde bei Facebook schreibt.

Zwei Fotos zeigen den katastrophalen Zustand des Gefährts, das vor Rost nur so strotzt. Eine Tür scheint nicht mehr richtig zu schließen und wurde notdürftig mit Panzertape zugeklebt.

Obendrein ist in dem Polizeibericht die Rede von gleich vier rostigen Scheibenbremsen, unbefestigten Außenspiegeln, einer schwergängigen Lenkung und einer lockeren Handbremse. In diesem Fall von einer echten Gefahr für den Verkehr zu sprechen, ist wohl keine Übertreibung!

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Dazu habe die Schrottkarre auch noch Motor- und Getriebeöl verloren. Aber immerhin schien die Elektrik noch gut zu funktionieren, denn im Wageninneren hätten alle Warnlichter geleuchtet, wie die Polizei Berlin mit viel Ironie weiter mitteilte.

Das größte Problem im Zusammenhang mit diesem "Fundstück" ist jedoch, dass der Transporter nicht einfach irgendwo abgestellt war, sondern den Beamten mitten auf der Stadtautobahn A100 ins Netz ging. Zudem sei das Gefährt auch noch hoffnungslos mit Bauschutt überladen gewesen.

User reagieren mit Humor und Unverständnis auf die tickende Zeitbombe auf vier Rädern

Eine der Türen ist notdürftig mit Panzertape zugeklebt worden.
Eine der Türen ist notdürftig mit Panzertape zugeklebt worden.  © Twitter/Polizei Berlin

Bei so vielen Mängeln fragt man sich, wie dieses Fahrzeug überhaupt durch den TÜV kommen konnte oder wie innerhalb einer TÜV-Periode solch gravierende Schäden entstehen konnten?

Allerdings besteht natürlich auch die Möglichkeit, und das ist in diesem Fall wohl am wahrscheinlichsten, dass es sich um ein ausländisches Vehikel handelt - das Kennzeichen hat die Polizei wie üblich nämlich nicht veröffentlicht.

Die Facebook-User haben auf diesen Beitrag mit gemischten Gefühlen reagiert. Einige haben den Vorfall in ihren Kommentaren mit Humor genommen. So heißt es zum Beispiel: "Das sieht doch jeder, dass da zu wenig Gaffa benutzt wurde. Da muss ordentlich was druff, damit das hält" oder "Dieses Fahrzeug kann man sich nicht mal mit Glühwein schön trinken".

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Andere brachten für dieses rücksichtslose Verhalten deutlich weniger Verständnis auf: "Die Kontrolle hat sich echt gelohnt. Unfassbar, wie unverantwortlich manche sind" wurde festgestellt und "Führerschein-Entzug auf Lebenszeit und 4 Monate Praktikum in der Notaufnahme eines Krankenhauses" gefordert. (Rechtschreibung aller Zitate übernommen)

In einem waren sich aber alle einig: "Danke an die Kollegen, die solche Fahrzeuge von der Straße holen!" Dem ist nichts hinzuzufügen.

Titelfoto: Twitter/Polizei Berlin (Bildmontage)

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