Berlinale-Eklat: Minister verlässt Saal wegen Propalästina-Rede

Von Lisa Forster

Berlin - Bundesumweltminister Carsten Schneider (50, SPD) verließ die Preisverleihung, als der syrisch-palästinensische Filmemacher Abdallah Alkhatib (37) seine Rede hielt.

Der Palästinensischer Regisseur Abdallah Alkhatib (37) spricht auf der Bühne bei der Verleihung für das beste Spielfilmdebüt.
Der Palästinensischer Regisseur Abdallah Alkhatib (37) spricht auf der Bühne bei der Verleihung für das beste Spielfilmdebüt.  © Christoph Soeder/dpa

Alkhatibs Film "Chronicles from the Siege" wurde als bestes Spielfilmdebüt ausgezeichnet - doch auf der Bühne richtete er scharfe Worte gegen die deutsche Regierung.

Alkhatib warf Deutschland vor, Partner "des Völkermords im Gazastreifen" zu sein, und schwenkte eine palästinensische Flagge.

Er sprach von einem "freien Palästina von jetzt bis ans Ende der Welt" und erklärte, man werde sich an Freunde und Feinde erinnern.

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Im Saal gab es Applaus, aber auch Zwischenrufe.

Bundesregierung steht hinter Israel

Der Minister (50, CDU) sei als einziger Vertreter der Bundesregierung vor Ort gewesen und habe die Gala aus Protest verlassen.
Der Minister (50, CDU) sei als einziger Vertreter der Bundesregierung vor Ort gewesen und habe die Gala aus Protest verlassen.  © Sebastian Christoph Gollnow/dpa

Ein Sprecher Schneiders betonte: "Bundesminister Schneider hält diese Aussagen für nicht akzeptabel."

Israel streitet ab, im Gazastreifen einen Völkermord zu begehen - das ist auch die Position der deutschen Regierung - und spricht von Selbstverteidigung nach dem Terrorangriff vom 7. Oktober 2023.

Titelfoto: Bildmontage: Christoph Soeder/dpa, Sebastian Christoph Gollnow/dpa

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