Betrunkener Mann (34) schießt aus Fenster und trifft Neunjährige

Berlin - Ein betrunkener 34-Jähriger hat am Dienstag gleich zwei Polizeieinsätze in Berlin-Spandau ausgelöst.

Der 34-Jährige ist im Zuge der Durchsuchung vorläufig festgenommen worden. (Symbolfoto)
Der 34-Jährige ist im Zuge der Durchsuchung vorläufig festgenommen worden. (Symbolfoto)  © Monika Skolimowska/dpa

Zunächst wurden die Beamten am Nachmittag in den Ortsteil Staaken gerufen, wie die Behörde am Mittwoch mitteilte.

Nach ersten Ermittlungen habe der Mann Zeugenaussagen zufolge gegen 15.50 Uhr aus dem Küchenfenster seiner Wohnung im Finkenkruger Weg heraus auf ein Mädchen geschossen, das gerade auf dem Gehweg vorbeilief.

Durch das Geschoss erlitt die Schülerin ein Hämatom am Oberarm. Eine Zeugin kümmerte sich um die Neunjährige und brachte sie zu ihrer Mutter, die die Beamten alarmierte.

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Daraufhin stürmten die Einsatzkräfte mit einem Durchsuchungsbefehl die Wohnung im zweiten Stock des Mehrfamilienhauses und nahmen den alkoholisierten Mieter in Gewahrsam. Ein Atemalkoholtest ergab demnach einen Wert von knapp einem Promille.

Bei der anschließenden Durchsuchung stellten die Polizeikräfte mehrere Schreckschusswaffen, darunter die mutmaßliche Tatwaffe, sowie passende Munition sicher. Zudem seien auch mehrere Messer beschlagnahmt worden.

34 Jahre alter Tatverdächtiger ist auf eigenen Wunsch in ein Krankenhaus eingeliefert worden

Der verhaltensauffällige Mann ist auf eigenen Wunsch in ein Krankenhaus gebracht worden. (Symbolfoto)
Der verhaltensauffällige Mann ist auf eigenen Wunsch in ein Krankenhaus gebracht worden. (Symbolfoto)  © Carsten Koall/dpa

Der 34-Jährige wurde nach dem Abschluss der Polizeimaßnahmen vorerst wieder entlassen, doch in der Nacht musste die Polizei ein weiteres Mal bei dem Mann vorstellig werden.

Diesmal alarmierten Angehörige des Tatverdächtigen die Beamten, da der in seiner Wohnung randaliert und sogar mit Suizid gedroht haben soll.

Der 34 Jahre alte Mann wurde schließlich auf eigenen Wunsch vom ebenfalls alarmierten Rettungsdienst aufgrund seines psychisch labilen Zustands in ein Krankenhaus eingeliefert, wo er stationär aufgenommen wurde.

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Solltet Ihr selbst von Selbsttötungsgedanken betroffen sein, findet Ihr bei der Telefonseelsorge rund um die Uhr Ansprechpartner, natürlich auch anonym. Telefonseelsorge: 08001110111 oder 08001110222 oder 08001110116123.

Titelfoto: Carsten Koall/dpa, Monika Skolimowska/dpa (Bildmontage)

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