Feige antisemitische Attacke? Jugendliche greifen Rollstuhlfahrer mehrfach mit Pfefferspray an

Berlin - Weil er gegen Judenhass Stellung bezog, soll ein 67-jähriger Ladenbesitzer in Berlin-Kreuzberg gleich mehrfach von Jugendlichen angegriffen worden sein. Dass er im Rollstuhl sitzt, störte die Teenager offenbar nicht.

Der Rollstuhlfahrer alarmierte am Freitag schließlich die Polizei. (Symbolbild)  © Daniel Maurer/dpa

Wie die Polizei mitteilte, wurde der Mann beleidigt, mit Pfefferspray besprüht und geschlagen.

Erstmals ins Visier der Jugendlichen geriet der Inhaber eines Gemischtwarenladens an der Falckensteinstraße am 7. Oktober - dem Jahrestag des Hamas-Terrors in Israel.

Demnach sollen am Mittwoch gegen 19.20 Uhr etwa sechs Jugendliche in dem Geschäft aufgetaucht sein. Sie sollen den 67-Jährigen beleidigt und mit Pfefferspray besprüht haben. Seit Anfang Oktober hatte er in seinen Schaufenstern Aushänge gegen Judenhass angebracht, die sich auf den Terrorangriff der Hamas vom 7. Oktober 2023 bezogen.

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Einen Tag später tauchten sie schon wieder auf. Bis zu sechs Jugendliche sollen am Donnerstagabend den Laden betreten und den auf einen Rollstuhl angewiesenen Mann erneut mit Pfefferspray angegriffen haben. Als der Mann um Hilfe rief, flüchteten die Tatverdächtigen zunächst.

Kurz darauf wollten sie offenbar noch einmal zuschlagen: Als der 67-Jährige gerade sein Geschäft schließen wollte, sollen die Jugendlichen zurückgekehrt sein. Wieder sollen sie Pfefferspray eingesetzt und den Rollstuhlfahrer geschlagen haben. Der Ladenbesitzer klagte anschließend über Schmerzen im Gesicht.

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Jugendliche machen sich an Tür zu schaffen.

Auch die Eingangstür des Geschäfts geriet ins Visier der Gruppe. Mehrere Zeugen beobachteten, wie bis zu acht Jugendliche auf E-Scootern vorfuhren und mit Fäusten und Füßen am gestrigen Freitag gegen die Tür schlugen und traten. Dabei wurde die Tür beschädigt. Anschließend machten sich die Tatverdächtigen aus dem Staub.

Nun ermittelt der polizeiliche Staatsschutz.

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